Fermentiertes, Frühstück, Wildkräuter- Rezepte
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Wildkräuter- Käsebällchen

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Mit dem Käse das ist echt so ne Sache!
Ich bin total anfällig für Käse und da mein ältester Sohn ihn gerne isst, liegt er auch häufig bei uns im Kühlschrank. Ich muss mich da richtig zurückhalten um nicht zuzuschlagen.
Ich weiß nicht was mich am Käse reizt, warum er mir so gut schmeckt und warum es phasenweise richtig schwierig ist darauf zu verzichten.
Ich weiß aber das es für mich sehr wichtig ist darauf zu verzichten, denn würde ich nachgeben und den Käse essen (es wäre Goudakäse) würde ich am Folgetag ein starkes Jucken an den Ellebögen bekommen, d.h. der Beginn meiner Neurodermitis, die ich insbesondere durch Milchprodukte bekomme.
Das ist das Gute, wenn man sich so gesund ernährt. Man reagiert unmittelbar und sehr sensibel auf schlechte Nahrungsmittel und meidet sie alleine schon aus diesem Grund, egal wie sehr man Lust darauf hätte.
Umso wichtiger ist es für mich das ich einen roh-veganen Käse zur Verfügung habe. Denn dann vermisse ich auch nicht den Kuhmilchkäse.
Meinen roh-veganen Käse mache ich immer aus Cashewnüssen und wenn Du jetzt glaubst er würde stark nach Cashewnüssen schmecken dann hast Du Dich getäuscht.
Er schmeckt wirklich herrlich käsig, denn er ist ja auch ein echter Käse…….nur halt vegan!
Die Kunst liegt in der Fermentation der Nüsse.
Je länger, desto intensiver ist der Käse im Geschmack. So mache ich mir meistens einen camembertartigen Käse, liebe es aber auch weiterhin zu experimentieren.
So sind bei meinem letzten Käseexperiment diese superleckeren, würzigen Käsebällchen heraus gekommen, die ich Dir jetzt gerne vorstellen möchte.
Und wenn ich diese habe, dann vermisse ich wirklich gar nichts mehr!!!

Zutaten:

  • 200g Cashewnüsse
  • 1 TL probiotisches Pulver
  • 80ml Wasser
  • 2 Hand voll Gänsefingerkraut
  • 5 getrocknete Tomaten
  • 1-2 TL Wildkräutersalz (alternativ dazu ca. 1 TL Meersalz)
  • 2 EL Flohsamenschalen
  • Zum Wälzen der fertigen Käsebällchen nach Belieben schwarzen Sesam, Wildkräuter, getrocknete Blüten, ect…)

Die Herstellung von Käse ist super einfach und Du benötigst dafür eigentlich nur einen Mixer oder einen guten Pürierstab.
Wichtig ist die Cashewnüsse vorher für ca. 3-5 Stunden in Wasser ein zu weichen. Sie werden dann sehr weich, so dass sie sich gut verarbeiten lassen.
Nach dieser Zeit das Wasser abgießen, die Nüsse in den Mixer geben und ca. 80ml gutes Wasser hinzu geben (nehme am Besten gefiltertes Wasser oder ein stilles Mineralwasser- aber auch normales Leitungswasser, falls kein anderes zur Hand).
Mixe das Ganze nun so lange, bis eine feine Creme entsteht. Gebe das Probiotikum hinzu und mixe es nochmals kurz durch.
Nun gebe die Masse in ein großes Schraubglas, schraube den Deckel nicht zu, sondern lege ihn locker oben auf und lasse das Ganze ca. 24 Stunden bei Zimmertemperatur fermentieren.
Nach dieser Zeit wirst Du sehen das das Volumen des Käse größer geworden ist und das sich kleine und größere Lufträume in der Creme gebildet haben. Wenn Du ihn umrührst hat er eine schöne, schaumige Konsistenz. Eigentlich ist der Käse jetzt schon fertig, schmeckt aber noch recht fad.
Daher peppe ihn noch mit den restlichen Zutaten und mit den Gewürzen auf.
Ich habe getrocknete Tomaten sehr klein geschnitten (NICHT einweichen), das Gänsefingerkraut ebenfalls so klein wie nur möglich gehackt. Du kannst aber auch andere Wildkräuter nehmen, falls Du kein Gänsefingerkraut zur Hand hast. Knoblauchsrauke und Gundermann eignet sich z.B. ebenfalls hervorragend dafür, aber auch Gartenkräuter wie z.B. Schnittlauch, Petersilie oder Kerbel.
Hervorragend in dem Käse schmeckt das Wildkräutersalz. Es macht den Käse noch mal etwas wilder und einzigartiger. Ich möchte Dir daher wärmstens ans Herz legen Dir ebenfalls solch ein Wildkräutersalz zu machen. Es peppt fast alle Speisen in der Rohkostküche auf und wer es einmal probiert hat, möchte es gerne immer wieder haben. Ich benutze z.B. gar kein „normales“ Salz mehr.
Die Flohsamenschalen kommen hinzu um den Käse etwas einzudicken und ihn so „rollfähiger“ zu machen. Geschmacklich merkt man die Flohsamenschalen nicht, da sie recht neutral schmecken.
Lasse also die Masse etwas quellen, nachdem Du die Flohsamenschalen hinzu gegeben hast und rolle dann die Käsebällchen, indem Du jeweils aus einem Teelöffel Käsemasse mit den Händen eine Kugel rollst.
Wälze diese zum Schluß in Samen nach Wahl, Blüten, Kräutern, ect…(der Kreativität sind mal wieder keine Grenzen gesetzt).

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Die Käsebällchen sind auch ein „Hingucker“ auf jedem Buffet und auf Partys.
Sie halten sich auch einige Tage im Kühlschrank!

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2 Kommentare

    • Danke Dir! Das bekommst Du so hin. Garantiert. Der schöne optische Effekt entsteht einfach dadurch das Du die käsebällchen in Blüten, Samen und Kräuter wälzt. Das ist schon alles…
      Viel Spaß beim Ausprobieren und LG,
      Diana

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