Kuchen und Torten
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Wilde Mango Törtchen

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„La Palma ist die Insel der Rohköstler. Hier bist Du genau richtig“, sagte mir noch vor ein paar Tagen ein Mitarbeiter eines Bioladens, der auch selbst Rohköstler ist.
Ich denke er hat Recht, denn im Grunde macht es einem die Insel mit ihren vielen Früchten und der täglichen Sonne leichter sich rohköstlich zu ernähren.
Hier gibt es fast alles, was das Herz begehrt, u.a. Avocados, Mandeln, Oliven, Orangen, Feigen, Mangos, Bananen, Tomaten, Paprika, aber auch Äpfel, Birnen, Rotkohl, Blumenkohl, Brocoli, ect., das heißt auch deutsches Obst und Gemüse. Auf einer Wanderung, die wir letzte Woche machten, fand ich am Wegesrand einige wilde Malven, deren Blätter ich unglaublich mag, da sie leicht süßlich schmecken. Auch fand ich Kapuzinerkresse, fand Gelegenheit mir eine frische Avocado zu pflücken und am Wegesrand fanden wir so viele Mandeln, das wir uns einen halben Stoffbeutel damit füllen konnten. Es war eine rundum sättigende Wanderung.

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Hier siehst Du einen ganz alten Drachenbaum im Norden von La Palma. Der Baum war so groß das meine Jungs unglaublich lange darauf klettern konnten und ihren Spaß hatten. Aber nicht nur die Jungs: auch ich wurde wieder zum Kind und kletterte im Baum herum. Herrlich!!! So ein kraftvoller Baum!

Witzig war ebenso das ich nach dieser Wanderung in einen Bioladen kam und dort Rohkostschokolade bekam. Die gab es hier letztes Jahr noch nicht und zeigte mir mal wieder das sich der „Rohkostgedanke“ enorm verbreitet. Auch hätte ich hier durchaus ein roh-veganes Dinner zu mir nehmen können, doch dies gab es nur abends und das ist dann mit 2 müden, kleinen Jungs nicht mehr ganz so entspannt.
Die andere Seite ist, das es in einheimischen, d.h. spanischen Supermärkten kein biologisch angebautes Obst-und Gemüse gibt, die Verkäufer einem automatisch die gekaufte Ware in einen Plastikbeutel verpacken und man Trinkwasser nur in riesigen Plastikflaschen bekommt. Ich wurde zum Teil recht merkwürdig angeschaut als ich die Tüten ablehnte und statt dessen meine kleinen Stoffbeutelchen raus holte. Auch fehlt hier ein vernünftiges Pfandsystem für Trinkwasser, denn die Plastikmüllberge sind enorm, nur weil man Wasser trinkt. Das Leitungswasser ist aufgrund des hohen Chlorgehalts leider nicht zu empfehlen. Die einheimischen Menschen hier auf der Insel leben leider noch nicht so bewusst, obwohl sie mitten im Paradies leben.
Es sind fast ausschließlich Deutsche, die in Bioläden arbeiten. In einem dieser Bioläden fand ich auch wilde Mangos direkt von der Insel. Die Verkäuferin erzählte mir das die Mangos, die wir aus dem Handel kennen die gezüchtete Form sei und eigentlich Mangas heißt. Mangos sind kleiner wie Mangas, gelb bis orange und wesentlich saftiger und süßer. Der Geschmack ist ein absoluter Traum. Da ich mir meinen Blender von zu Hause mit genommen hatte, kam ich auf die Idee für mich und meine Familie kleine Mangotörtchen zu machen, die wir heute auf unserer Dachterrasse verspeisten.

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So sehen die leckeren, wilden Mangos aus.

Hier die Zutaten für 4 kleine Törtchen:

  • 3 Hand voll Feigen
  • 2 Hand voll Mandeln
  • 1 Hand voll Walnüsse
  • 2 TL rohes Kakaopulver
  • 2 wilde Mangos (oder Mangas)

Die Mandeln über Nacht einweichen, die Feigen ca. 3 Stunden vorher einweichen. Walnüsse knacken, ein Teil fein hacken und zur Seite legen.
Aus den Feigen, Mandeln, Walnüssen und dem Kakao im Blender oder Mixer einen homogenen Teig machen, der wenn man ihn zusammendrückt klebrig ist (aber nicht zu klebrig).
Aus diesem Teig kleine, runde Tortenböden formen, diese am Rand ein wenig höher ziehen. Ich habe die Tortenböden einen Tag lang in der Sonne trocknen lassen, damit sie nicht mehr so klebrig sind. Du kannst sie aber auch direkt essen oder im Dörrer kurz trocknen (ca. 3 Stunden bei 41°C), oder einen Tag lang mit einem Teller auf die Heizung stellen, dabei einmal wenden.
Nun die Mangos schälen und in Streifen schneiden. Die getrockneten Tortenböden mit den Mangostreifen belegen und die zur Seite gelegten, gehackten Walnüsse drüber streuen.

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Fertig und hammer lecker, nicht nur im Sommer!
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