Aufstriche und Pasten, Fermentiertes, Frühstück
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Walnuss Frischkäse mit Pastinake

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Was ist drin im Käse, das so viele nicht darauf verzichten können?
„Auf Fleisch zu verzichten ist gar nicht schwer“, höre ich von vielen. „Aber auf Käse“?
Ich kenne sogar eine ältere Dame, die hat so schwere Arthrose mit ständigen Schmerzen, das ihr Arzt gesagt hat:“sie müssen auf Milchprodukte verzichten. Auch auf Käse!“
„Auch auf Käse?“, fragte sie entsetzt. „Niemals! Das schaffe ich nicht!“
Und sie hat es nicht geschafft.
Bis heute nicht, trotz starker Schmerzen.
Auch gibt es Veganer, die nach einiger Zeit der veganen Ernährung wieder anfangen Käse zu essen. Milch, Joghurt, Quark! Alles kein Problem: aber Käse……!!!
Also was ist drin? Was erzeugt diese scheinbare Abhängigkeit?
Hier ist die Auflösung: Käse macht wirklich süchtig!!!
Denn Käse besteht aus Milch und diese hat einen hohen Gehalt an Casein, dem Milchprotein was zu Käse weiterverarbeitet wird und somit nicht in die Molke gelangt. Aus diesem Casein entstehen während des Verdauungsprozesses Casomorphine.
Und das hat seinen guten Grund: Denn diese sorgen dafür das sich das Kalb an die Mutter bindet. Zudem beruhigen sie das Kalb auch.
Auch Muttermilch enthält Casomorphine, allerdings in einer weit geringeren Dosis als Kuhmilch.
Im Käse sind die Casomorphine weit höher konzentriert als in der Milch. Grund dafür ist der deutlich höhere Gehalt an Milchfett und Milchprotein im Käse, denn um 500g Käse herzustellen benötigt man ca. 5l Milch.
Im menschlichen Gehirn erzeugen diese Casomorphine eine drogenähnliche Wirkung: der Blutdruck sinkt und das Schmerzempfinden nimmt ab. Dadurch stellt sich ein Zustand schläfriger Entspanntheit ein. Und: unser Körper gewöhnt sich sehr schnell an diesen schönen Zustand und möchte mehr davon – mehr Rausch, mehr Käse!

So! Jetzt weißt Du es warum es so schwierig ist mit dem Käse.
Aber wenn man al die gesundheitlichen Nachteile des tierischen Käses in Betracht zieht macht es durchaus Sinn sich zu entwöhnen. Dies erfordert ca. 2-4 Wochen harte Disziplin und danach ist der Käse-Hieper besiegt! Und es lohnt sich diese Zeit zu investieren.

Roh-veganen Käse selbst herzustellen ist wirklich so unglaublich einfach, macht Spaß und ist lecker und vielseitig. Mit nahezu allen Nussarten kannst Du Käse machen.
Ich experimentiere ständig mit neuen Käsesorten. So habe ich heute einen sehr leckeren Frischkäse aus Walnüssen gemacht. Du kannst ihn auf Roh-Brot essen, oder auf Gemüsescheiben.
Da ich die Pastinake so sehr mag, habe ich diese genommen und es schmeckt großartig. Jedes mal kaufe ich mir neue Pastinaken, wenn ich in unserem Bioladen bin und jedes Mal möchte ich mir einen Salat daraus machen und jedes Mal kann ich es nicht abwarten und mir ist es dann zu aufwendig, so das ich sie einfach in Scheiben schneide und so esse. Und so kam mir die Idee mit dem Käse…..
Und während ich hier sitze und diese Zeilen schreibe, läuft mir schon wieder das Wasser im Mund zusammen.
Ja, morgen muß ich wieder Pastinaken kaufen gehen!

Für ein Gläschen Frischkäse benötigst Du:

  • 150g Walnüsse
  • Wasser
  • 2 Kapseln veganes Probiotikum
  • 1 Knoblauchzehe
  • Meersalz nach Geschmack
  • 1 TL Schabzigerklee

Außerdem benötigst Du einen leistungsstarken Mixer, sowie einen Nussmilchbeutel

Die Walnüsse über Nacht in Wasser einweichen lassen. Wasser abgießen und mit klarem Wasser spülen.
Die Walnüsse in einen Mixer und Wasser hinzu geben. So das die Nüsse gerade so mit Wasser bedeckt sind. Nun auf höchster Stufe so lange mixen bis eine feine Creme entstanden ist.
Nun gebe das Probiotikum hinzu (nur den Inhalt der Kapseln, nicht die Hüllen). Nochmals kurz durchmixen und die Masse in einen Nussmilchbeutel geben. Lege diesen Nussmilchbeutel mit der Masse in ein Sieb, stelle einen Teller darauf und beschwere diesen mit einem schweren Gegenstand (ich habe einen großen Stein genommen). Am besten gibst Du noch unter das Sieb einen Teller oder Schüssel, damit die Flüssigkeit aufgefangen wird.
Nun lasse das Ganze 24 Stunden lang fermentieren. Nach dieser Zeit hole die Masse aus dem Beutel heraus. Dein Käse ist nun fertig und kann nach Lust und Laune verfeinert werden. Ich habe eine frisch gepresste Knoblauchzehe, etwas Meersalz und Schabzigerklee (macht sich besonders gut im Käse) hinzu gegeben.
Jetzt nur noch Pastinaken aufschneiden und los geht`s!

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