Aus meinem Rohkostleben, Informationen, meine besonderen Empfehlungen
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Von der „Normalkost“ zur Rohkost- so gelingt die Umstellung ganz leicht

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Immer wieder höre ich von Menschen, die aus gesundheitlichen Gründen auf die Rohkost umsteigen möchten und dies auch versuchen. Es dauert aber nicht lange und sie fallen in ihr altes Ernährungsverhalten zurück. Der Grund ist das sie von heute auf morgen versucht haben nur Rohkost zu essen, d.h. sämtliche gewohnte und geliebte Speisen wurden einfach gestrichen. Der Rückfall führt zum einen zur Frustration, zum anderen kann eine zu schnelle Umstellung auf Rohkost zu sehr starken Entgiftungserscheinungen führen.
Es macht daher durchaus Sinn sich mit der Ernährungsumstellung Zeit zu lassen. Schließlich hast Du Dich ja wahrscheinlich über jahrzehnte von Zivilisationskost ernährt, so das es jetzt auf die paar Wochen auch nicht mehr ankommt.
Ich beschreibe Dir hier zum einen den Weg, den ich vorgenommen habe und der sehr gut zu schaffen ist, zum anderen zeige ich Dir aber auch noch einen schnellen und sehr effektiven Weg zur Umstellung.

Wie Du Deine Umstellung machst hängt auch ein bischen davon ab wie Deine Situation ist. Hast Du viel Belastungen im Alltag? Viele Sorgen und Probleme? Bist Du berufstätig? Hast wenig Zeit?
Oder bist Du flexibler, kannst Dir auch mal ein paar Tage oder Wochen eine „Auszeit“ nehmen oder verfügst über das Geld Dir bei der Umstellung helfen zu lassen?
All dies solltest Du berücksichtigen, damit die Umstellung gelingt und zu keinen Rückfällen führt.

Fasten zu Beginn einer Ernährungsumstellung

Wenn Du flexibel bist ist es eine sehr gute und effektive Methode eine Ernährungsumstellung mit dem Fasten zu beginnen. Bist Du im Fasten geübt kannst Du dies auch zu Hause machen. Hast Du aber noch nie in Deinem Leben gefastet rate ich Dir dies unter Anleitung zu tun. Der bewußte Verzicht auf Nahrung kann uns körperlich und psychisch an unsere Grenzen führen. Die Aufmerksamkeit richtet sich viel auf innere Prozesse, d.h. wir kommen mit uns selbst im Kontakt, spüren unsere Emotionen zum Teil sehr stark. Wenn Du Dich noch nie vorher mit Deinen Emotionen auseinander gesetzt hast, kann dieser Prozess sehr schwer sein und dann ist es gut wenn Du Begleitung hast. Auch entgiftet der Körper und das kann je nachdem wie Du vorher gelebt hast zu extremen Hautreaktionen, Schwitzen, Frösteln, Müdigkeit, Stimmungstiefs, bis hin zu körperlichen Schmerzen führen.
Das hört sich alles erst mal schlimm an. Trotzdem sehe ich das Fasten als eine wunderbare Reise zu sich selbsz und zu einem höheren Bewußtsein. Und wenn Du eine gute Begleitung hast wird auch dieser Prozess ein schöner werden. Mit Begleitung meine ich eine geleitete Fastenkur mit rohen Frucht-und Gemüsesäften, Wandern und Wellnessangeboten .
Da gibt es große Unterschiede bei den Anbietern. Schau ob Du einen Anleiter findest der sich mit Rohkosternährung auskennt oder gar selbst Rohköstler ist, denn nur ein Fasten mit rohen Säften ist besonders effektiv! Ich rate Dir 1-2 Wochen zu fasten, dann der Effekt am Größten ist. Vielleicht möchtest oder gar musst Du aber auch aus gesundheitlichen Gründen fasten? Dann ist es besonders wichtig dies unter proffessioneller Anleitung zu tun. Beim Fasten setzt der Körper die Energie, die er sonst für die Verdauung von schweren Speisen benötigt in Heilungsprozesse um, so das er in der Lage ist selbst schwerste chronischen Erkrankungen zu lindern oder gar zu heilen.
Es gibt einige Menschen, die 1-2x im Jahr fasten. Nach vielen Fastenerfahrungen ist das  nämlich nur noch ein „automatisiertes Programm“, welches Dein Körper schon kennt. Er merkt dann recht schnell das es mal wieder keine Nahrung gibt und reagiert dann auch nicht mehr so mit Hungerattacken und den anderen Symptomen. Der Fastende erlebt dann einfach ein Gefühl von Leichtigkeit, körperlich sowie psychisch!
Wenn Du nicht so lange fasten möchtest kannst versuchen zumindest einen Tag zu Hause auf Nahrung zu verzichten und statt dessen nur rohe Gemüsesäfte zu trinken. Das bewirkt auch schon eine Menge und ist durchaus auch alleine zu Hause durchführbar.
Nach der Fastenkur wird die Wiederaufnahme von Nahrung mit rohen, gut verträglichen Lebensmitteln durchgeführt. Dies kann zu Anfang erst mal nur ein geriebener Apfel sein, oder ein grüner Smoothie mit viel Wildgrün und wenig Obst.
Was Du bei dieser Form bemerken wirst ist das Du rohe Speisen, die Du vorher nicht vertragen hast auf einmal verträgst, weil Dein Körper sich komplett umgestellt hat.
Umso mehr macht es Sinn nach einer geeigneten Fastenkur mit Anleiter mit Rohkosterfahrungen zu suchen.

Ich habe bei meiner Ernährungsumstellung nicht gefastet. Ich hatte damals noch zwei recht kleine Kinder, die rund um die Uhr versorgt werden mussten, so das dies bei mir nicht möglich gewesen wäre. Also habe ich den schonenderen, aber etwas längeren Weg gewählt und diesen möchte ich Dir heir vor stellen.

Umstellung von konventioneller Kost auf Rohkost in 5 Schritten

Ich habe meine Ernährungsumstellung in mehreren Schritten vollzogen.
Ich gehe jetzt einfach mal davon aus das Du wenn Du den Weg zur Rohkost gehen möchtest keine „gesellschaftlich anerkannten Drogen“ wie Alkohol oder Zigarretten mehr zu Dir nimmst. Wenn dies nicht der Fall ist, wäre der erste Schritt Dich von diesen Drogen zu befreien.
Der erste Schritt den ich bei meiner Umstellung vollzogen habe war das ich den Industriezucker aus meiner Ernährung gestrichen habe und statt dessen meine Lust auf Süßes durch süßes Obst und Trockenfrüchte gestillt habe. Süßungsmittel wie Honig, Agavendicksaft und Ahornsirup habe ich nur in Ausnahmefällen und in sehr geringen Mengen konsumiert. Ich hatte z.B. Sonntags nachmittags als Ersatz für den Sonntagskuchen mir eine Süßspeise mit etwas Honig gemacht. Dies hat erstaunlich gut geklappt. Ich hätte es mir wesentlich schwieriger vorgestellt, da ich Schokolade un Co.so geliebt hatte. Aber ich war auch mit einem liebevoll zubereiteten Obstsalat sehr zufrieden.
Zwischen dem ersten und dem zweiten Schritt sind 2 Monate vergangen. Ich habe diese Zeit gebraucht bis ich für den nächsten Schritt bereit war und genau das ist auch wichtig. Höre auf Dein Körper, Du bestimmst Dein eigenes Tempo!
Der zweite Schritt war das ich das Auszugsmehl aus meiner Ernährung gestrichen habe und  dafür Vollkornprodukte gegessen habe. Damit meine ich nicht das es Vollkornbrote aus einem Backshop waren, sondern von Vollkornbäckereien, die ihr Handwerk verstehen und die nur das ganze Getreidekorn vermahlen und verarbeiten.
Dieser Prozess ist mir wesentlich schwerer gefallen wie der Verzicht auf Zucker. Denn auf einmal konnte ich keine Pizza mehr essen gehen, keine Nudeln mit Tomatensauce und auch nicht eben mal beim Bäcker vorbeihuschen, um mir ein normales Brötchen zu kaufen. Vielleicht hatte ich auch diesen Prozess so lange vor mir her geschoben, weil ich wußte das dieser so schwer wird. Ich hatte zu dieser Zeit viel Mehlprodukte gegessen.
Aber gerade Auszugsmehle, wo die ölige Getreidehülle entfernt wird, damit das Mehl unendlichlange haltbar ist und somit nur noch eine Konserven ist, ist ebenso gesundheitsschädlich wie Industriezucker und sollte daher selbst bei einem Nicht-Rohköstler vom Speiseplan gestrichen werden und statt dessen Backwaren aus frisch gemahlenem Biogetreide, möglichst glutenarm- oder am besten glutenfrei bevorzugt werden. In konventionellem Getreide, insbesondere im hochgezüchteten Weizen ist sehr viel Gluten enthalten, welches sich auf mehreren Ebenen gesundheitsschädlich auf uns auswirkt.
So habe ich auf meiner Suche nach echten Vollkornprodukten auch echte Vollkornbäckereien entdeckt und habe einen Geschmack für dieses zauberhafte Gebäck entwickelt. Da ich aber auch weiterhin gerne Pizza und Nudeln essen wollte, habe ich mir dann eine Getreidemühle gekauft und vor dem Backen immer frischen biologischen Dinkel, Emmer, Kamut oder Buchweizen vermahlen. So hat sich mein Geschmack so verändert das ich später noch einmal den Versuch gemacht habe und in ein konventionelles Brötchen gebissen habe und dieses gar nicht runterschlucken konnte, weil es so scheußlich geschmeckt hat. Ich habe es ausgespuckt, da es für mich dem Geschmack einer Pappschachtel glich.
Auch heute benutze ich noch meine Getreidemühle mit Flocker um frische, rohe Haferflocken zu quetschen, Buchweizen, Quinoa, Reis, Hirse und Amaranth zu mahlen, aber auch um für die Jungs frische Nudeln und Pizza zu machen.

Diese beiden Schritte waren bereits so ein großer Schritt zu mehr Wohlbefinden, Fitness und Gesundheit, das ich mit den nachfolgenden Schritten nicht mehr ganz so viele Schwierigkeiten hatte.

Der dritte Schritt war das ich sämtliche Transfette durch gute Fette erstzt habe, d.h. Rohkostöle mit einem guten Verhältnis von Omega 3:6 Fettsäuren. Es würde jetzt hier den Rahmen sprengen noch mal im einzelnen darau ein zu gehen was gute Öle sind und warum dies so wichtig ist. Ich habe hierzu bereits einen Bericht geschrieben, den ich Dir hier noch mal verlinke.
Für mich hieß das das ich sämtliche gebratene Pfannengerichte weg ließ. Meine geliebten Kartoffelpuffer ersetzte ich dann z.B. durch Pellkartoffel oder im Ofen gebackene (ohne Fett) Kartoffel.
Die Umsetzung dieser 3 Schritte bedeudete schon das ich mir keinerlei Fertignahrung mehr kaufen konnte, da überall schlechte Fette, Auszugsmehl oder Zucker mit drin ist. Statt dessen wurden frische, unbehandelte Lebensmittel gekocht oder gedünstet.

Und dies wiederum führte auch dazu, das ich einen weiteren, sehr schädlichen Faktor aus meiner Ernährung strich, und zwar die Farb-und Konservierungsstoffe.
Es gibt gerade unter den Konservierungsstoffen welche, die stark gesundheitsschädlich sind und die in Produkten enthalten sind, die auch sehr häufig von Kindern gegessen werden. Hierzu zählen Chips, Süßigkeiten und Getränke.
Schaut bitte genau hin, wenn ihr Kinder habt! Der Genuss viele dieser Nahrungsmittel kann zu Hyperaktivität, Konzentrationsstörungen, aber auch extreme Müdigkeit und Kraftlosigkeit bei Kindern führen. Ebenso sind Stimmungsschwankungen und Depressionen, die im direkten Zusammenhang mit der Ernährung stehen bereits bei Kindern zu finden. Beziehe am besten Deine komplette Famile mit ein Deine Ernährungsumstellung, so weit das möglich ist.
Wenn Du noch tierische Produkte isst wäre der vierte Schritt diese weg zu lassen. Fange mit dem Fleisch an. Ersetze dieses auch nicht durch Fleischersatzprodukte wie Tofu oder Seitan, da beides Eiweißkonzentrate sind, die in dieser Form nicht gesund für unseren Körper sind. Seitan ist zudem reines Weizengluten.
Lasse anschließend die Milchprodukte weg. Egal ob Käse, Joghurt, Quark oder Milch: all diese Produkte haben eines gemeinsam: sie sind für viele Erkrankungen und Allergien verantwortlich und fördern Entzündungen in unserem Körper. Rohmilchbutter ist das einzige Produkt welches aus gesundheitlicher Sicht gut ist, jedoch aus ethischer Sicht nicht, d.h. wenn Du vegan lebst, geht natürlich auch die Butter nicht!
Es wäre an dieser Stelle zu viel im einzelnen auf den gesundheitlichen Aspekt von tierischen Produkten ein zu gehen. Wenn Du aber mehr Infos dazu benötigst lese doch einfach noch mal meinen Bericht „Warum vegan.“
Wenn es Dir zu Anfang schwer fällt auf Käse zu verzichten kannst Du Dir auch mit ein wenig Übung Deinen eigenen roh- veganen Käse selbst herstellen, und zwar aus Cashewnüssen. Hier geht`s zu den Käserezepten für Frischkäse und Schnittkäse. Auch Joghurt und Quark kannst Du Dir aus Cashewnüssen selbst herstellen und so lecker gestalten, das er selbst Nicht Rohköstlern schmeckt.

Das waren 4 sehr wichtige Schritte. Nach diesen Schritten ging es mir bereits so gut das ich noch mehr von diesem tollen, neuen Lebensgefühl wollte und somit keine Schwierigkeiten mit der weiteren Umstellung mehr hatte.
Nun begann nämlich als letzten und 5 Schritt die Einführung der Rohkost. Und diese gelingt am Besten wenn Du Rohes hinzufügst, statt Gekochtes oder Gebackenes weg zu lassen.
Zum Beispiel vor dem gekochten Mittagessen einen Salat mit regionalem, biologischen Gemüse zu essen ist ein guter Anfang. Du wirst nach diesem Salat auch nicht mehr so großen Hunger verspüren, so das der Anteil an Kochkost somit geringer ist.
Ein weiterer guter Anfang ist morgens auf nüchterem Magen einen grünen Smoothie zu trinken. Für den Anfang rate ich Dir ihn noch nicht ausschließlich aus Wildkräutern zu machen, da es sonst zu Entgiftungserscheinungen kommen könnte.
Statt dessen nehme etwas grünen Salat wie z.B. Feldsalat. Aber auch Grünkohl, oder das Grün von Möhren, rote Beete oder anderem Gemüse ist eine sehr gute Smoothiezutat. Achte unbedingt auf Bio-Qualität!
Du kannst einen kleinen Anteil Wildkräuter hinzu tun. Besonders geeignet ist Giersch, Gänseblümchenblätter, Klee, aber auch etwas Löwenzahn oder Brennessel.
Verfeinere Deinen Smoothie mit Deinem Lieblingsobst und füge Wasser hinzu. Wichtig ist das der Smoothie schmeckt.
Esse vor jeder gekochten Mahlzeit etwas Rohes. Wenn Du dies ca. 2 Wochen gemacht hast (Denk dran: Du bestimmst Dein Tempo) kannst Du einzelne Mahlzeiten durch Rohkost ersetzen. Zuerst kannst Du z.B. ein rohes Frühstück zu Dir nehmen (leckere Rezepte findest Du in meiner Rubrik Frühstück), nach weiteren Tagen dieser Umstellung kannst Du außerdem noch das Mittagessen durch eine Rohkostmahlzeit ersetzen (siehe auch die Rubrik Hauptgerichte) und zum Schluß das Abendessen.
Wenn Du das Brot vermisst was ich zu Anfang sehr vermisst habe kannst Du unter meiner Rubrik Brote nachschauen. Dort findest Du einige rohe, glutenfrei gedörrte Brote.

Ist Dir diese Umstellung gut gelungen wirst Du merken das Du wesentlich fitter bist als vorher, Deine Haut wird schöner sein und Du wirst wesentlich mehr Lebensfreude haben. Vielleicht sind sogar bereits bestehende Erkrankungen oder Allergien geheilt.

Wenn Du jetzt noch mehr Gesundheit und Wohlbefinden haben möchtest kannst Du nach und nach Wildkräuter in Deinen Speiseplan integrieren.
WEnn Du noch neu auf diesem Gebiet bist verlinke ich Dir mal zwei Berichte über die Wildkräuter von mir. In dem einen Bericht gehr es um das Sammeln von Wildkräutern
und was dabei zu beachten ist, in dem anderen Bericht geht es um die Gründe warum es gut ist Wildkräuter zu essen.

 

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Viel Spaß beim Lesen und ein gutes Gelingen bei Deiner Ernährungsumstellung.
Benötigst Du Hilfe? Dann kannst Du mir gerne Fragen hier auf meinem Blog stellen. Einfach einen Kommentar hinterlassen. Ich beantworte Dir gerne jede Frage.

2 Kommentare

  1. Howdy! I know this is somewhat off topic but I was wondering if you
    knew where I could find a captcha plugin for my comment form?
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    Thanks a lot!

    • Diana sagt

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      I got myself assistance when installing the plugins, because myself have no idea of it.

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