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„Vegane“ Kinderbücher

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Der Bauer stapfte in den Schweinestall.
Er warf zu Schweinchen`nen roten Ball und beugte sich runter zu Papa Schwein:“ Wir gehen heut aus, ich lad dich ein. Drück Deine Lieben zum Abschied fest! Wir zwei feiern Schlachtefest.“
„Oh! Nein, das passt heut nicht so richtig! Ich hab schon was vor und das ist wichtig: meinem Schweinchen hier hab ich versprochen, das wir Matschepampe kochen.“
„Dein Ferkel spielt besser mit dem Ball. Und Du kommst mit mir auf jeden Fall.“
Schweinchen quiekte ganz aufgeregt:“Mein Papa ist leider schon belegt. Geht er mit dir, dann will ich mit! So ein Fest, das ist bestimmt der Hit!
Bitte, bitte, lasst mich dabei sein!“
„Nein“, sprach der Bauer, „du bist zu klein.“
Mama Schwein schmiegte sich an, grunzte leise:“Papa macht jetzt eine lange Reise. Bleib Du besser hier, mein liebes Kind!
Schlachtefest?
Du weißt bestimmt: Kein Schwein kam je von dort zurück.
Komm, wünsch dem Papa noch viel Glück.“

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So beginnt das Kinderbuch von Udo Kasper Tauber „Schweinchen Schlau“.
Nicht gerade das, was man unter einem harmonischen Kinderbuch versteht. Aber genau darum geht es dem Autor. Er hat selbst 3 Kinder, die er vegan ernährt und war irgendwann angenervt von dieser ewigen Bauernhofidylle, die fast ausschließlich in Kinderbüchern zu finden ist.
Dort wird nichts erklärt über Massentierhaltung, über die Ausbeutung der Natur und das damit verbundene Verschwinden von Pflanzen, Insekten und anderen Kleintieren. Nichts davon, das die Tiere von einem großen Lastwagen abgeholt werden, ins Schlachthaus geprügelt werden und dort getötet werden damit wir Fleisch essen können.
Nein! In Kinderbüchern ist immer alles ganz toll! Da kümmert sich der Bauer liebevoll um seine Schweinchen, die in der Erde wühlen können und im Schlamm baden dürfen. Viele Eltern haben Angst ihren Kindern zu schaden wenn sie ihnen die Wahrheit erzählen. Sie wollen sie so lange wie möglich in dieser „heilen Welt“ lassen.
So wachsen die Kinder in einer unrealistischen Welt heran und sehen keinen Zusammenhang zwischen dem Schwein auf dem Bauernhof und der Wurst auf ihrem Brot.
Kinder haben noch eine natürliche, uns angeborene Sensibilität den Tieren gegenüber.
Würden sie mit den Tieren aufwachsen, würden sie diese beim Namen kennen und sie in ihren Tod begleiten, dann würden sehr, sehr viele Kinder rebellieren: gegen ihr Wurstbrot und gegen das Schnitzel auf ihrem Teller. Doch leider reden immer noch viel zu wenig Eltern mit ihren Kindern darüber was es bedeudet Fleisch zu essen. Sie müßten sich unbequemen Fragen der Kinder stellen und ihr eigenes Essverhalten hinterfragen.
Nein!
Viele wollen das einfach nicht!
Diese beiden Kinderbücher stellen sich dieser Dynamik und räumen auf mit der ewigen Bauernhofidylle.
Kinder werden durch diese Bücher nicht traumatisiert, sondern kindgerecht aufklärt.
Aus diesem Grund zeigt der Autor bewusst keine Bilder aus der Massentierhaltung, sondern läßt seine Tiere auf einem schönen Bauernhof aufwachsen und macht aber deutlich das diese geschlachtet werden müssen und auch genau wofür: denn nicht nur das Fleisch zum essen wollen viele haben, sondern auch das Leder, die Knochen für Gelantine in Gummibärchen und auch die Borsten.
Doch wie geht die Geschichte weiter?
Dem kleinen Schweinchen gefällt es überhaupt nicht das sein Papa nun zum Schlachtefest muß. Es versucht Alternativen zu finden und damit den Bauern zu überzeugen, so das sein Papa da bleiben darf. Denn der Bauer braucht Geld zum Leben und er lebt von den Tieren und dem was man aus ihnen machen kann.
Und so wird das kleine Schweinchen kreativ, geht zu seiner Futterrinne und rührt Sojabohnen, Weizenkörner und Kartoffelschalen zusammen und überzeugt den Bauern so mit einer köstlich, veganen Wurst.

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Auch findet dieses clevere Schweinchen Alternativen für Leder und Gelantine. Und zum Schluß muß sich der Bauer eingestehen das Schweine ja viel zu schlau sind um gegessen zu werden und so läßt er all seine Tiere leben.

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In dem Buch Karl Klops, der coole Kuhheld geht es um einen Jungen, der kein Fleisch mehr essen möchte. Er muß sich in einem konservativen Elternhaus durchsetzten, in dem sein Vater und Großvater es nicht dulden das er kein Fleisch mehr essen möchte, da sie Angst vor einer Mangelernährung haben. Um ihn wieder um zu stimmen und zu überzeugen bringen sie ihn in den Ferien auf den Biobauernhof des Onkels, wo er einige Wochen verbringen soll. Sie hoffen das er dort wieder Lust auf ein ordentliches Stück Fleisch bekommt. Was sie aber nicht wissen ist das der Onkel und dessen Freundin auch kein Fleisch essen. Und was sie ebenfalls nicht wissen ist das die Nachbarin, eine Kräuterhexe, Veganerin ist. Sie erklärt Karl warum sie auch keine Milchprodukte isst. Und damit Karl es ebenfalls verstehen kann gibt sie ihm für 24 Stunden eine Zauberkraft, die es ermöglicht sich mit den Tieren zu unterhalten. So kann er sie fragen was sie sich wünschen und erfährt z.B. von den Kühen wie sie unter der Last ihres dicken Euters leiden, wie gern sie ihr Kälbchen behalten würden und wie gern sie wieder mal auf eine grüne Wiese gehen würden. Und auch die Hühner protestieren gegen das tägliche Eier legen.
Mit all der Fassungslosigkeit und Wut konfrontiert er seinen Onkel, weil er es nicht verstehen kann wie er trotz dieses Wissens eine Milchwirtschaft betreiben kann. Sie beratschlagen zusammen was sie machen können und beschließen einen Gnadenhof zu gründen, in dem die Tiere einfach nur leben dürfen ohne ständig gemolken zu werden oder ihre Eier hergeben zu müssen.
Und Opa Klops?
Als er seinen Enkel auf dem Bauernhof besuchen möchte lernt er auch die attraktive Kräuterhexe kennen. Sie überzeugt mit ihrem Charme und beeindruckt ihn mit ihrer Fitness, trotz hohen Alters. Aber vor allem verzaubert sie ihn auch mit ihren leckeren, veganen Torten. Er selbst ist bei weitem nicht so fit. Als Arzt weiß er aber genau was gesunde Ernährung ist und das man fleißig Milchprodukte essen sollte. So bekommt er auf dem Hof einen Herzkasper, so das der Notarzt kommen mußte. Und letztendlich holte ihn das Thema Ernährung in diesem Moment und an diesem Ort ein.
Zum guten Schluß leben alle vegan.
Als Sonntagsbraten gibt es Seitan und auch für all die anderen gewohnten Leckereien werden Alternativen gefunden.

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Zwei Kinderbücher. Zwei schöne Geschichten, die ich euch und euren Kindern ans Herz legen möchte. Denn auch Kinder haben ein Recht darauf zu wissen was mit den Tieren passiert.

Schweinchen Schlau und Karl Klops, der coole Kuhheld. Beide von Udo Kasper Taubitz
Und wenn Du das Ganze online bestellen möchtest und genau wie ich Amazon nicht unterstützen möchtest empfehle ich Dir einen Bücher- Online Versand, bei dem ich meine Bücher bestelle.
Er gehört einer Freundin aus Berlin, die sich vor 2 Jahren ihren Traum einer eigenen Bücherei mitten in Berlin erfüllt hat.
Hier ist der Link zu ihrer wunderbaren Seite: www.dieguteseiteberlin.de

Ich wünsche Dir eine zauberhafte Woche

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