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Ur- Tinkturen: selbst gemachte Medizin aus Wildkräutern

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Jeder von uns kennt doch den Spruch „gegen jedes Wehwehchen ist ein Kraut gewachsen“.
Und das stimmt genauso!
Je mehr ich in die Welt der Wildkräuter eintauche desto mehr stelle ich fest: es ist für jedes Leid etwas da!
Egal ob es um körperliche Beschwerden geht oder um psychische.

Ich habe meine Ausbildung zur Pflanzenheilkunde gemacht, weil ich unsere heimischen Wildkräuter besser kennen lernen wollte, weil ich mich durch sie besser mit Vitalstoffen versorgen wollte.
Während meiner Ausbildung habe ich dann fest gestellt das die Pflanzen so viel mehr können. Es wurde berichtet das sie ein eigenes Wesen haben was sie umgibt und welches man auch nutzen kann.
„Hier fängt sie an, die Hexenmagie“, dachte ich.
„Völlig spooky“, wenn man vorher sich noch nie damit beschäftigt hat. Inzwischen habe ich so viel darüber gelesen und gelernt das es für mich völlig normal geworden ist.
„Ja, Pflanzen haben ein eigenes Wesen“.
Alles was lebt hat ein Wesen.
Und wenn wir richtig überlegen haben viele von uns oder sogar die meisten sich das Pflanzenwesen schon mal zu Nutze gemacht, ohne das uns dieses bewusst war.
Denn homöopathische Mittel ist nichts anderes als das wir uns die Kraft des Pflanzenwesens zu Nutze machen.
Mit jedem Globoli was Du zu Dir nimmst (es sei denn es handelt sich um mineralischen oder tierischen Ursprung) nutzt Du das Pflanzenwesen.
Dabei war es so das Samuel Hahnemann, der Entdecker und Begründer der Homöopathie  vorher mit pflanzlichen Urtinkturen experimentiert hat.
Das heißt Ur-Tinkturen sind das Ausgangsmaterial für die Homöopathie gewesen.

Aber was sind denn nun genau Ur-Tinkturen?

Man unterscheidet in Tinkturen und Ur-Tinkturen.
In einer Tinktur werden getrocknete Pflanzen in Alkohol eingelegt, bei einer Ur-Tinktur sind es frische Pflanzen.
Wir können quasi jede Pflanze in einer Ur-Tinktur verarbeiten, und können uns so ganz leicht unsere eigene Medizin selbst herstellen. Dabei ist es egal ob es sich um eine körperliche oder eine psychische Erkrankung handelt und ob sie akut oder bereits chronisch ist.

Du brauchst dafür Wildpflanzen/Kräuter, hochprozentigen Alkohol und natürlich das Wissen welche Wildkräuter Du nehmen kannst (in meinem Online-Workshop lernst Du verschiedene Wildkräuter kennen).

Die Qualität einer Ur-Tinktur hängt von folgenden Faktoren ab:

  1. Der Qualität der Wildkräuter
  2. Handarbeit
  3. Lange Lagerung

1. Qualität der Wildkräuter:

Hier ist der Standort wichtig. Es sollte möglichst keine Verunreinigungen oder Verschmutzungen durch die Umwelt vorhanden sein.
Die Pflanzen sollten optisch gesund aussehen. Auch haben Wildkräuter bis zur Sommersonnenwende die meiste Kraft, d.h. jetzt ist ein super Zeitpunkt Dir Deine Medizin für das ganze Jahr zu machen.
Verarbeite die Wildpflanzen direkt nach der Ernte, dann hast Du die meisten Wirkstoffe. Säubere sie gut und tupfe sie anschließend trocken.

2. Handarbeit:

Es macht in der Qualität einen Unterschied ob Deine Wildkräuter in einer schnellen Küchenmaschine oder mit einem Messer per Hand geschnitten werden. Am besten ist es Du schneidest sie und zerdrückst sie anschließend etwas mit dem Mörser.
Firmen, die gute Ur-Tinkturen herstellen haben Schneidemaschinen, die die Wildkräuter in einem geschlossenem System schneiden und mörsen, damit kein Sauerstoff dran kommt und so kaum ein Verlust der Inhaltsstoffe zu verzeichnen ist .
Dies ist jedoch mit der Handarbeit nicht möglich, aber es wird trotzdem eine gute Qualität erreicht.

3. Lange Lagerung:

Gute Ur-Tinkturen brauchen seine Zeit, bis sie reif sind. Je nach Tinktur solltest Du zwischen 3 und 6 Wochen Lagerung mit einplanen. Die Lagerung findet bei Zimmertemperatur an einem dunklen Ort statt. Dabei möglichst oft, am besten täglich, das Glas leicht schwenken und drehen, damit sich die Inhaltsstoffe noch besser lösen können.

Bei der Auswahl des Alkohols ist folgendes zu beachten:
Für das Ansetzen von Blüten und Blätter reicht ein 40% iger Alkohol. Ein Wodka oder Korn aus dem Supermarkt ist gut.
Wenn Du aber dickere Blätter und Kräuter oder Früchte ansetzen möchtest brauchst Du ein 60% igen Alkohol.
Für Ur-Tinkturen mit Wurzeln und Rinden wird ein 90% iger Alkohol empfohlen. Hier eignet sich Weingeist oder Ethanol aus der Apotheke.

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Gehe nun wie folgt vor:

Ernte die Wildkräuter frisch an einem guten Ort.
Wasche sie sorgfältig und tupfe sie trocken.
Schneide Blüten und Blätter in kleinere Stücke und mörsere sie anschließend noch mit einem Handmörser an.
Nehme nun ein einfaches Schraubgläschen welches Du vorher sterilisierst. Dies kannst Du machen indem Du Glas und Deckel für einige Minuten in kochendes Wasser gibst.

Gebe nun Dein Schnittwerk in das Schraubglas. Gebe viele Blätter hinein, wirklich dicht an dicht, indem Du sie etwas runter drückst.
Übergieße die Blätter vollständig mit dem Alkohol. Es sollte wirklich alles bedeckt sein. Dann 4- 6 Wochen an einem dunklen Ort ziehen lassen. Ab und zu das Glas mal drehen und sorgfältig schwenken, damit sich die Wirkstoffe besser raus lösen. Während dieser Ziehzeit lösen sich nach und nach alle alkohollöslichen Inhaltsstoffe aus den Blättern und Blüten.
Nach den 4-6 Wochen durch einen Filter abgiesen und in kleine Schraubgläschen füllen.

Dosierung und Dauer der Anwendung:

Wenn Du die 3 Kriterien bei der Herstellung Deiner Ur-Tinktur beachtet hast hältst Du am Ende ein qualitativ sehr hochwertiges „Pflanzenmedikament“ in Deinen Händen.
Das heißt dies kannst Du auch bei der Dosierung beachten. Du brauchst von Deiner Tinktur 3x täglich 5 Tropfen. Die Tinktur sollte 30min vor dem Essen oder eine Stunde nach dem Essen eingenommen werden. Die Tropfen dafür am besten in Wasser geben und dieses schlückchenweiße trinken. Dabei gut einspeicheln.

Dauer der Einnahme:

Bei akuten Erkrankungen nehme die Ur-Tinktur so lange bis Deine Symptome verschwunden sind.
Bei allen anderen Wehwehchen bedenke das Wildkräuter die Selbstheilungskräfte mobilisieren. Das heißt Deine Tinktur nehme für 6-12 Wochen, je nach Thema, und mache dann eine Pause von ca. 3 Wochen. In dieser Pause kannst Du beobachten wie Dein Körper reagiert.
Anschließend kann die Einnahme weiter fortgesetzt werden.
Bei alten Menschen ist es oftmals nicht mehr möglich den Körper nachhaltig anzuregen. Hier ist dann eine jahrelange, begleitende Einnahme von Nöten.

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