Drinks, Fermentiertes
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Rote Bete Kvass

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Kvass kommt traditionell aus der Ukraine und ist nichts anderes wie eingelegte und fermentierte Rote Bete.
Jedes Land hat traditionell seine fermentierten Speissen gehabt und in jeder Kultur wurden Fermente gegessen. Ursprünglich diente das fermentieren dem Haltbarmachen von Speisen. Dabei ist es viel mehr als nur eine Methode zum Haltbar machen.
Heute wissen wir das die Milchsäurebakterien, die sich während des Prozesses bilden super gesund für unseren Darm sind. Sie helfen uns das Immunsystem zu stärken, Krankheiten vor zu beugen oder gar zu heilen.
Dadurch das Fermente zunehmend aus unserer Nahrung verschwunden sind gibt es immer mehr Unverträglichkeiten gegen Lebensmittel und auch Erkrankungen.
Doch zum Glück interessieren sich gerade wieder immer mehr Menschen für das Thema Fermentation und sind bereit etwas für ihre Gesundheit zu tun und auch Fermente in ihren Alltag zu integrieren.
So wird endlich wieder Sauerkraut gestampft, Miso angesetzt, Kimchi eingelegt und Tempeh produziert.
Kvass ist ein fermentiertes Getränk, welches den Körper basisch macht, die Verdauung unterstützt,  die Leber reinigt, bei Nierensteinen eingesetzt wird und einfach ein super Fitmacher in der kalten Jahreszeit ist.
Und das Schöne ist: es ist super leicht zu machen, so das es insbesondere für Anfänger der Fermentation gut geeignet ist. Und Du kannst es bereits nach einer Woche trinken.

Hier nun das Rezept:

  • 3-4 mittelgroße Knollen Rote Bete (unbedingt auf Bioqualität achten)
  • gefiltertes Wasser (oder stilles Mineralwasser)
  • 2 TL Salz
  • optional: Gewürze nach Geschmack. Z.B. Koriander, Kurkuma, Kardamon, Ingwer, ….
  • ein Einmachglas mit Gummiring oder großes Schraubglas

Das Glas heiß ausspülen. Die rote Beete gut putzen. Bei der Bete unbedingt auf Bioqualität achten, da evtl. anhaftende Pestizide die Fermentation blockieren können, da sie eine ungünstige Verbindung mit den Milchsäurebakterien eingehen können.
Eine Knolle Rote Beete klein raspeln und auf den Boden des Glases geben. So gelingt die Fermentation besser, da das geraspelte Gemüse mehr „Angriffsfläche“ bietet.
Die restliche Rote Bete in grobe Stücke schneiden und ebenfalls in das Glas geben.
Nun das Ganze mit Salzwasser bedecken. Dazu lauwarmes Wasser (Zimmertemperatur reicht auch, aber nicht eiskalt) mit dem Salz anrühren und in das Glas über die Bete geben. Dabei darauf achten das die Bete vollständig mit dem Salzwasser bedeckt ist. Es darf kein Gemüse mehr heraus gucken, da es sonst schimmeln kann. Wenn Du Dein Kvass bereits nach einer Woche trinken möchtest kann dies nicht passieren, wenn du es jedoch länger fermentieren lässt (4-6 Wochen) solltest Du darauf achten.

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Nach nur einer Woche kannst Du, wie gesagt, das Getränk schon zu Dir nehmen. Es schmeckt nun leicht säuerlich und enthält leichte Kohlensäure. Die Bete kannst Du entweder so essen (schmeckt sehr gut), oder Du kannst sie klein raspeln und zusammen mit Leinsamen zu fermentierten Crackern verarbeiten, die Du dann dörren kannst.
Vielleicht schaffst Du es ja mal eine Woche lang jeden Morgen ein Glas Kvass zu trinken. Ich bin mir ziemlich sicher das Du Dich ganz schnell noch gesünder und fitter fühlen wirst…
Probiere es aus! Und wenn Du Fragen hast hinterlasse mir einfach einen Kommentar…

 

 

 

 

2 Kommentare

  1. Simone Fischer sagt

    Hallo, kann man auch die ganze rote Beete raspeln? Oder ist es wichtig dass da Stücke drin sind?

    • Diana sagt

      Hallo Simone,
      ich habe es so noch nicht gemacht. Aber dem Fermentierungsvorgang steht damit nichts im Wege. Kannst Du machen….
      LG Diana

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