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Roh-veganer Käse (auf Cashewnussbasis)

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Ich habe immer sehr gerne Käse gegessen. Als ich vor über 20 Jahren Vegetarier wurde fiel es mir nicht schwer auf Fleisch zu verzichten. Als ich mich dann aber dazu entschloss Veganerin zu werden hatte ich zuerst große Schwierigkeiten auf Käse zu verzichten. Milch mochte ich nie, aber Käse….! Ich liebte z.B. Schwarzbrot mit Camenbert, so ein richtig fetter Camenbert! Käse auf Sojabasis war für mich keine Alternative, da er zum Teil sehr stark verarbeitet ist, und als ich dann Roh-Veganerin wurde fiel dieser Käse ja sowieso weg.
Seit langem suchte ich daher nach einem Rezept für roh-veganen Käse und habe auch einige gefunden, die sehr lecker aussahen. Ich habe mich nur bisher nie ran getraut weil es mir immer recht aufwendig erschien und ich befürchtete das die Fermentation nicht so richtig klappt, so das mir nach tagelangem Reifungsprozess der Käse vielleicht gar nicht schmeckt und ich die guten, teuren Zutaten umsonst gekauft habe.
In dem neuen Buch von Boris Lauser „Go raw be alive“ habe ich dann endlich ein Rezept gefunden welches mir leicht nachzumachen und trotzdem sehr lecker erschien (hier kommt ihr auf die Seite von Boris). Dies motivierte mich dann doch es einmal aus zu probieren und was soll ich sagen: es ist in der Tat sehr einfach nach zu machen und das Ergebnis kann sich wirklich sehen/schmecken lassen. Der Käse schmeckt sehr lecker, ist recht kräftig im Geschmack und auch optisch habe ich nun das Gefühl einen veganen Camenbert zu essen (mega freu). Ich habe einen Probekäse gemacht und werde mir aber schon bald wieder einen (oder gleich mehrere neue ansetzen). Da es mir so gut gefallen hat möchte ich es gerne an Dich weiter geben.

Für dieses Rezept benötigst Du einen Hochleistingsmixer, einen Dörrer, sowie einen Nussmilchbeutel

Folgende Zutaten benötigst Du füe einen Käse:

  • 200g Cashewnüsse
  • ca.40ml Wasser
  • 1/2 TL probiotisches Joghurtferment (gibt`s im Bioladen oder im Internet Rohkostshop)
  • 1 TL Meersalz (ich habe Wildkräuter- Meersalz genommen, das schmeckt mir am besten!)
  • etwas geriebene Muskatnuss
  • 1 EL Hefeflocken
  • etwas Pfeffer

Für die Deko

  • getrocknete Blüten (ich habe getrocknete Malven, Rosen und Borretschblüten genommen)
  • abgeriebene Schale einer halben Zitrone (unbedingt auf Bioqualität achten)
  • etwas groben Pfeffer

Mein Tipp für Dich: ich sammel das ganze Jahr über essbare Blüten, wie z.B. Malve, Rose, Borretsch, Ringelblume, Kornblume, Hibiskus, ect…, die ich dann trockne und in einem Schraubglas auf bewahre. Dann habe ich immer welche zur Dekoration. Wenn ich dann zu Anfang der nächsten „Blütensaison“ immer noch Blüten übrig habe mache ich mir einfach einen Tee daraus.

Die Cashewnüsse habe ich über Nacht eingeweicht und dann gut mit klarem Wasser durchgespült. Anschließend mit dem Wasser in einem Hochleistungsmixer zu einer feinen Creme mixen. Dann das Joghurtferment hinzu geben und nochmals kurz durch mixen.

Die fertige Creme in einen Nussmilchbeutel geben, diesen so verschließen das der Beutel die Masse fest umschließt. Den Beutel habe ich in ein großes Sieb gelegt. Dann einen Teller auf den Beutel getan,welcher mit einem schweren Gegenstand beschwert wurde. Am besten stellst Du unter das Sieb nochmals eine Schüssel, um die eventuell austretende Masse aufzufangen. Nun lasse das Ganze an einem warmen Ort 24 Stunden fermentieren. Ich habe es einfach bei Zimmertemperatur in der Küche fermentieren lassen.
Nach diesen 24 Stunden ist die Creme bereits leicht säuerlich und kann jetzt nach Belieben mit Kräutern und Gewürzen verfeinert werden. Du musst natürlich nicht die Gewürze nehmen, die ich genommen habe, sondern kannst Dir ganz nach Deinem Geschmack Deine Lieblingsgewürze nehmen.
Nach diesen 24 Stunden nehme eine kleine Schale, lege diese mit Frischhaltefolie aus und gebe die Masse hinein und streiche sie fest. Dadurch bekommt der Käse seine Form. Den Becher für mindestens 2 Stunden ins Gefrierfach geben, damit der Käse sich wieder gut aus der Form lösen lässt.
Für den letzten Schritt gebe den Käse auf ein Dörrblech, dekoriere ihn nach Belieben mit getrockneten Kräutern, Blüten und der Zitronenschale und lasse ihn 12-24 Stunden bei 42°C im Dörrer trocknen. Ich habe ihn 24 Stunden trocknen lassen, um auf Nummer sicher zu gehen. Nach der Hälfte der Zeit den Käse bitte wenden, damit er eine gleichmäßige Rinde bilden kann.

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Der fertige Käse hat eine streichfähige Konsistenz, ähnlich wie Frischkäse.
Am besten lagerst Du ihn in einer mit Butterbrotpapier ausgelegten offenen Box im Kühlschrank. Dort kann er monatelang weiter reifen und wird dabei immer härter und intensiver, bis hin zu einer parmesanähnlicher Konsistenz.

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Ich bezweifel aber das er so lange bei mir hält, da ich ihn bestimmt vorher aufessen werde!
Ich bin jetzt mutig geworden und werde mich jetzt auch an etwas schwierigerer Käseexperimente heran wagen.

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Und wenn ich das kann, dann könnt ihr es auch. Probiert es aus. Es lohnt sich!
Übrigens schmeckt der Käse wunderbar auf meinem Mandel- Hanfsamen Brot.

Ich bin auch auf Facebook. Schau doch mal vorbei. Würde mich freuen!!!

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  1. Pingback: ein Käse, der kein Käse ist | kosmosurium

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