Roh-vegan

Warum Rohkost?
Lasst eure Nahrungsmittel so natürlich wie möglich sagte Prof. Kollath bereits. Je unverarbeiteter sie sind, desto wertvoller sind sie für den Menschen.

Der Verzehr von frischem Wildgrün, Obst und Gemüse, am besten aus biologischen, regionalem Anbau ist das beste was wir für unsere Gesundheit und unsere Umwelt tun können. Es ist erwiesen das die reine Rohkost eine Heilnahrung ist, die die meisten schweren Zivilisationserkrankungen vollständig heilen kann. Unter Rohkost versteht man alles, was nicht über 42 °C erhitzt wurde. Ab dieser Temperatur beginnt nämlich das wertvolle Protein der Pflanzen sich zu verändern, es denaturiert. Auch wichtige Enzyme werden ab dieser Temperatur zerstört.

Unterhalb dieser Temperatur haben die Nahrungsmittel ihren vollen Gehalt an wertvollen Inhaltsstoffen, so dass sichergestellt wird das unser Körper ein Maximum an Vitalstoffen erhält, die ihn optimal mit Energie versorgt, die Verdauung unterstützt, das Immunsystem stärkt und das Risiko an vielen, zum Teil schweren Zivilisationskrankheiten zu erkranken senkt und die Bildung von neuen Zellen fördert, was insbesondere bei Krebserkrankungen wichtig ist.

Es gibt auch in der Rohkost verschiedene Richtungen, wie z.B. die Urkost nach Franz Konz, bei der die Mahlzeiten aus Pflanzen und Pflanzenteilen, die nicht weiter verarbeitet werden besteht. Bei der Monokost werden die Nahrungsmittel einzeln verzehrt und nicht kombiniert, da sich der Körper bei der Verdauung auf nur ein Nahrungsmittel einstellen soll, damit ein schnelleres Sättigungsgefühl eintritt, aber auch die Nahrungsmittel verträglicher sind (bei schweren Verdauungsschwierigkeiten zu empfehlen). Die Sonnenkost nach Helmut Wandmaker besteht aus etwa 75% sonnengereiften Früchten. In der veganen Gourmetrohkost gibt es über Pizza, Pudding und Brot alles zu bieten und ist für Einsteiger, die auf Rohkost umstellen wollen erst mal die geeigneteste Form.

Ich selbst folge bei der Rohkost keiner bestimmten Richtung, sondern höre auf mein Bauchgefühl, was gerade das Richtige für mich ist. Vielleicht habe ich mir einen Salat und Wurzelgemüse eingekauft, was ich zu Mittag essen möchte, mein Körper möchte aber eher etwas Süßes. Also mache ich mir einen Rohkost-Schokoladenpudding! So vermeide ich Heißhungerattacken und fühle mich den ganzen Tag über angenehm gesättigt und zufrieden.

Meinen Kindern versuche ich täglich viele frische Nahrungsmittel anzubieten. Interessant ist zu beobachten das wenn sie die Wahl zwischen gekochten und rohen Speisen haben, sie zuerst die Rohen essen. Aber es erfordert auch manchmal sehr viel Kreativität ihnen etwas Frisches unterzujubeln, da sie natürlich manchmal auch gerne lieber das Rosinenbrötchen haben wollen, was es beim Bäcker gibt.

Warum Vegan?

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Vegan ist derzeit in aller Munde. Es ist gerade richtig hip sich vegan zu ernähren und die ganzen veganen Fertigprodukte boomen. Aber warum entscheiden sich immer mehr Menschen für eine vegane Lebensweise?

Sehr viele machen es aus Tierschutzgründen. Es kann inzwischen niemand mehr leugnen das er nicht wisse wie Schweine, Hühner und Kühe auf engstem Raum gehalten werden, Schweinen die Ringelschwänzchen ohne Betäubung abgeschnitten werden, damit sie sich diese nicht gegenseitig abbeißen. Kühe bekommen die Hörner abgeschnitten, damit sie sich nicht gegenseitig vor lauter Aggressionen verletzten. Es gibt Höfe wo mehrere tausend Tiere gehalten werden. Sie bekommen minderwertige Nahrung, Hauptsache sie werden schnell fett. Wenn sie krank sind, was sehr häufig unter diesen Bedingungen passiert, bekommen sie Antibiotika. 

Weibliche Rinder geben, wie alle Säugetiere, nur dann Milch, wenn sie ein Kalb geboren haben. Daher werden sie einmal jährlich künstlich befruchtet. Nach der Geburt der Kälber werden diese sofort vom Muttertier getrennt, was zu einer tiefgreifenden Verstörung der Tiere führt (“seelische Grausamkeit”). Diese Trennung erfolgt, um zu verhindern, dass die Kuhmilch vom Kalb getrunken wird und so nicht mehr rentabel verwertet werden kann. Eine Kuh würde ohne menschlichen Eingriff nur 8 Liter Milch am Tag produzieren, was für die Milchindustrie völlig unrentabel ist. Daher setzt man in der Milchproduktion auf Höchstleistung gezüchtete Kühe ein, die bis zu 60 Liter Milch täglich abgeben. Dies führt schnell zu körperlichen Schädigungen und schnellem physischen Verfall. Nach bereits vier bis fünf Jahren lässt die Milchmenge nach, so das das Tier nicht mehr „rentabel“ ist und somit geschlachtet wird.

Männliche Küken werden am Fließband aussortiert, weil sie keine Eier legen. Sie werden lebendig geschreddert oder vergast.

Auch haben die meisten schon mal in irgendeiner Doku gesehen, wie es so ist mit dem Massentiertransport. Viele Tiere sterben, bevor sie den Schlachthof erreichen. Manche weil der tagelange Transport ohne Nahrung und Wasser ihnen Stress bereitet, andere weil sie einfach zu schwach sind. Die,die es bis zum Schlachthof geschafft haben werden mit einem Elektroschocker aus dem Transportwagen zum Schlachthof getrieben, damit es alles schneller geht. Time is money!

Durch unsachgemäße Arbeit des Personals beim Schlachten (Einsatz eines Bolzenschussgerätes) erlebten im Jahre 2010 noch etwa 7% aller Rinder ihre grausame Tötung bei vollem Bewusstsein.

Hinzu kommen die miserablen Arbeitsbedingungen für die Menschen in den Schlachthöfen. Für 750€/ Monat arbeiten überwiegend osteuropäische Leiharbeiter unter sklavenähnlichen Arbeitsbedingungen teilweise rund um die Uhr. Sie schlafen mit acht Personen oder mehr in einem Raum, der mit alten, verdreckten Matratzen ausgelegt ist und zerlegen im 3 Schichtdienst und Akkord Hühner, Schweine und Rinder.

Die Arbeiter werden nicht von den Schlacht- oder Verarbeitungsunternehmen angestellt, sondern über Werkverträge von Subunternehmern. So wird die Lohnsteuerabgabe umgangen, so das die Leiharbeiter in der Fleischindustrie ohne Krankenversicherung, Arbeitslosenversicherung oder Rentenversicherung arbeiten müssen. Es gibt keine Gewerkschaft und kein Betriebsrat, so das die Arbeiter auf sich allein gestellt sind und häufig schweigen, da sie das Geld dringend benötigen um ihre Familien in Bulgarien, Rumänien oder Polen zu versorgen.

Gewiss haben viele auch schon von den Zusammenhang zwischen dem Hunger in der sogenannten dritten Welt und unseres Fleischkonsums gehört. Täglich sterben zwischen 6000 und 43.000 Kinder an Hunger, während ca. 40% der weltweit gefangenen Fische, ca.50% der weltweiten Getreideernte und ca. 90% der weltweiten Sojaernte an die „Nutztiere“ der Fleisch- und Milchindustrie verfüttert werden. 80% der hungernden Kinder leben in Ländern, die einen Nahrungsüberschuss produzieren, doch die Kinder bleiben hungrig und verhungern, weil der Getreideüberschuss an Tiere verfüttert bzw. exportiert wird. Für die Erzeugung von nur 1kg Fleisch sind je nach Tierart bis zu 16 kg pflanzlicher Nahrung und 10.000-20.000 Liter Wasser notwendig.

Auch lässt sich nicht mehr leugnen das die Nutztierindustrie mit ihrer Produktion von Fleisch und Milch durch den Ausstoß von Treibhausgasen wie Methan und CO2 noch vor dem gesamten globalen Verkehr (PKW, LKW, Schiffe, Flugzeuge) und der gesamten Industrie der Hauptverursacher der globalen Erwärmung und damit der Klimakatastrophe ist. Für den steigenden Bedarf an Futtermitteln (Soja, Weizen) werden immer größere Waldflächen gerodet – auch Regenwald.

Was aber viele immer noch nicht wissen ist, wie gesundheitsschädlich Fleisch und insbesondere Milch und Milchprodukte wirklich sind. Schon seit meiner Jugendzeit habe ich immer wenn ich erkältet war vegan gelebt, da mein damaliger Hausarzt mir sagte das die Erkältungsbakterien sich vom tierischen Eiweiß ernähren. Aber es ist nicht nur so, das tierisches Eiweiß Entzündungen wuchern lässt, sondern insbesondere das Kasein, das 87% des in der Kuhmilch enthaltenen Proteins ausmacht, fördert alle Stadien des Krebswachstums.

Selbstverständlich weiß der Normalbürger auch nichts davon, dass die Milch eine Unzahl verschiedener Hormone (Wachstumshormone, Sexualhormone, usw.) enthält, die wegen ihrer gesundheitlichen Risiken sonst nur auf ärztliches Rezept in der Apotheke erhältlich sind. Kuhmilch dient biologisch dazu, ein Kalb innerhalb kürzester Zeit wachsen zu lassen. Wenn aber dieser Hormoncocktail auf einen Organismus wie den Menschen trifft, der für diese Wirkungen nicht ausgelegt ist, dann wird das gesamte Muster chronischer, oft tödlicher Erkrankungen durch Milch verständlich: Krebs, Herzerkrankungen, Diabetes, Demenz, Alzheimer, Schlaganfälle, Adipositas, usw. Selbst die Osteoporose, vor der die Milch angeblich schützen soll wird ganz im Gegenteil durch die Milch gefördert. Milch ist zwar reich an Kalzium, dieses Kalzium aber kann vom menschlichen Organismus nicht ausreichend aufgenommen und genutzt werden. Hinzu kommt das die Aufnahme von tierischem Eiweiß aufgrund des hohen Gehaltes an schwefelhaltigen Aminosäuren zu erheblichen Kalziumverlusten über die Niere führt, so das Milch letztendlich zu einem Kalziummangel führt..

Warum wissen viele nichts von den gesundheitlichen Risiken?
Es gibt inzwischen Studien, die die gesundheitsschädigende Wirkung von Milchprodukten und Fleisch belegen. Jedoch gibt es ein großes wirtschaftliches Interesse, das diese Studien nicht veröffentlicht werden, oder zumindest als „unseriös“ dastehen. Eine beliebte und gängige Manipulationsmethode ist das Anzweifeln der Studien seriöser Wissenschaftler, die klare Fakten über die Gesundheitsschädlichkeit von Tierprodukten vorlegen. Es werden belanglose Einzelheiten, wie z.B. die Methodik einer Studie, kritisiert. Die Kritik ist zwar völlig willkürlich an den Haaren herbeigezogen und kann meistens auch einfach widerlegt werden. Aber das Ziel der Tierindustrie ist erreicht: die Studie wurde von einem Helfer der Tierindustrie kritisiert und plötzlich ist die betreffende Studie „umstritten“. Argumentieren nun seriöse Wissenschaftler mit einer absolut seriösen Studie, dann wird dieser seriösen Studie das Zauberwort „umstritten“ entgegengehalten. Und schon hat man es mit unfairen Methoden geschafft, die Glaubwürdigkeit von seriösen Wissenschaftlern und ihren Studien zu beschneiden. Der normale Bürger kann dies alles nicht durchschauen und setzt „umstritten“ mit „falsch“ oder „unseriös“ gleich. Die drastischen langfristigen Folgen für seine Gesundheit aufgrund manipulativer Propaganda trägt der verunsicherte Bürger mit oft jahrelangem Leiden.

Überlegt doch einmal was wäre wenn jeder sich gesund ernähren würde? Ärzte, Therapeuten, Kliniken, Hersteller medizinischer Geräte und Pharmakonzerne können nur hohe Profite einfahren, wenn die Menschen an chronischen Krankheiten leiden und behandelt werden. Die Tierindustrie kann nur dann milliardenschwere Profite erzielen, wenn der Mensch krankmachende Tierprodukte wie Fleisch, Milch, Milchprodukte, Eier und Fisch konsumieren.

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Ist Demeter- Fleisch eine Alternative?
Über die Demeter-Haltung haben viele sicher schon gehört das den Kühen ihre Hörner nicht abgesägt werden, das Schweine ihre Schwänze behalten dürfen, das ihnen mehr Platz zur Verfügung steht als bei konventioneller Tierhaltung, das sie anderes Futter bekommen und im Krankheitsfall häufig homöopathische Globolis statt Antibiotika gegeben werden. Die Jungtiere dürfen nach der Geburt bis zu vier Tage bei ihren Müttern bleiben, bevor sie getrennt werden.

Die Transportwege sollten so kurz wie möglich sein, geschlachtet wird meist in der Region (Umkreis von 50 km). Allein zum Befördern von Zuchttieren seien gelegentlich überregionale Transporte über 200 km notwendig. Das Antreiben mit Stromstößen ist ebenso wie die Verabreichung allopathischer (schulmedizinischer) Beruhigungsmittel untersagt.

Die Richtlinien der Öko- Verbände Biokreis, Bioland, Biopark, Demeter, Gäa und Naturland für den Schlachtvorgang sind folgende:
Die Tiere sind nach Ankunft im Schlachthof möglichst sofort zu entladen. Tiere von ökologischen Betrieben sollten zuerst geschlachtet und daher zuerst entladen werden.

Der Übergang zur Schlachtstätte sollte in kleinen Gruppen, auf geraden Treibwegen und trittsicheren Böden erfolgen. Die Tiere sind behutsam zu treiben, wobei der Herdentrieb genutzt werden sollte. Treibhilfen dürfen nur zum Leiten der Tiere und nur kurz verwendet werden. Auf den Einsatz von elektrischen Treibhilfen ist zu verzichten. Es ist verboten, die Tiere auf empfindliche Stellen zu schlagen, ihren Schwanz zu quetschen oder ihnen Hiebe oder Fußtritte zu versetzen.

Bei der Planung ist darauf zu achten, dass die Wartezeiten im Schlachthof auf ein Minimum begrenzt werden, wobei die nötigen Ruhezeiten zu berücksichtigen sind. Rinder sind möglichst sofort zu schlachten. Bei Schweinen, die durch Transport und Entladung gestresst sind, sollten die Ruhezeiten mindestens 1-2 Stunden betragen. Zur Beruhigung und bei hohen Umgebungstemperaturen sollten Schweine zur Abkühlung berieselt werden.

Werden die Tiere nicht sofort nach ihrer Ankunft geschlachtet, sind sie angemessen und tiergerecht unterzubringen. Dazu gehören je nach den äußeren Umständen (z.B. Witterung) genügend und ausreichend große Buchten (Möglichkeit zum Ablegen und bequemen Liegen) mit ausreichendem Wetterschutz, trittsicheren Böden, möglichst Einstreu und angemessener Belüftung. Außerdem sind die Tiere ausreichend zu tränken und angemessen zu füttern. Tiere, bei denen aufgrund ihrer Art, ihres Geschlechts, ihres Alters oder ihrer Herkunft die Gefahr gegenseitiger Verletzung besteht, müssen getrennt untergebracht werden.

Die Wartebuchten für Schweine müssen lang und schmal sein und Tränkeinrichtungen haben. Besprüheinrichtungen werden zum Beruhigen oder Abkühlen der Tiere empfohlen. Schweine dürfen erst zugetrieben werden, wenn eine Atemfrequenz von 30-35 Atmungen pro Minute beziehungsweise eine Rektaltemperatur von 39,5 °C erreicht ist. Dies tritt in der Regel nach 1,5-3 Stunden nach der Anlieferung ein.

Rinder sind sofort der Schlachtung zuzuführen. Durch bauliche und/oder organisatorische Maßnahmen ist das Aufreiten der Tiere zu vermeiden.

Das hört sich doch alles super toll an, oder? Aber wie sieht die Realität aus? Werden diese Richtlinien eingehalten? Ich bezweifle dies ehrlich gesagt sehr, denn auf den Schlachthöfen gibt es doch bestimmt keine Trennung in Schlachter für Demeter- Tiere und Schlachter für die anderen Tiere. Dies heißt doch das ein und der selbe Schlachter für alle Tiere zuständig sind. Da Massentier- Schlachter im allgemeinen eher grobe und frustrierte Menschen sind (sonst könnten sie meiner Meinung nach den Job gar nicht machen)glaube ich nicht das sie das Feingefühl aufbringen können die Tiere so zu behandeln, wie es die Richtlinien vorsehen. Und selbst wenn? Ist dies dann artgerecht? Ist es überhaupt artgerecht Tiere einzusperren?

Mir ist abschließend zum Thema vegan noch wichtig folgendes los zu werden. Alles was ich hier schreibe gilt als reine Information. Mir ist es wichtig das sich jeder selbst entscheiden kann ob er Fleisch essen möchte oder nicht und ich möchte auf keinen Fall den verurteilen, der Fleisch ist. Wie kann ich das Tier über alles lieben, aber bei der Nächstenliebe hört es auf? Ich habe in meinem Umfeld viele Fleischesser, mein Mann und meine Kinder leben vegetarisch, nicht vegan. Auch ich gehe den veganen Weg noch nicht allzu lange. Auch ich habe in meiner Kindheit, Jugend und auch als Erwachsener Fleisch gegessen. Es wird niemand ein Krebsleiden bekommen wenn er ein Glas Milch trinkt, auch wird niemand im Fegefeuer schmoren müssen, weil er ein Stück Fleisch gegessen hat. Was ist, wenn Du bei Deiner Oma auf dem Geburtstag bist und dort steht die über alles geliebte Schwarzwälder-Kirschtorte mit ganz viel Sahne? Essen oder stehen lassen, weil man vegan ist? Bist Du vegan aus gesundheitlichen Gründen, ist es besser sie stehen zu lassen. Bist Du vegan aus ethischen Gründen denke daran dass wenn Du das Stück nicht isst es auf jeden Fall in den nächsten Minuten jemand anderes machen wird, vielleicht die stark übergewichtige Nachbarin, die Du noch nie leiden konntest? Was ich damit sagen will: Mir ist wichtig das jeder genauso liebevoll mit sich und seinem Nächsten umgeht, wie er es mit den Tieren versucht. Mich würde es sehr freuen, wenn ich euch mit meinen Infos und Rezepten dazu inspirieren kann eine vegane und roh- vegane Richtung zu gehen. Je veganer, desto besser. Aber tut es für euch und für die Tiere, nicht weil es gerade hip ist und ihr zur Szene dazu gehören wollt.

Wie gehe ich mit diesem Thema mit meinen Kindern um?
Ich würde mich sehr freuen, wenn meine Kinder sich irgendwann mal für den veganen Weg entscheiden. Dies sollen sie aber aus einer absolut freien Entscheidung tun. Das heißt wenn sie Fleisch essen wollen, dürften sie es. Wir waren letztens mit einer befreundeten Familie auf einem Demeter- Kartoffelfest. Wir aßen zusammen. Von der Familie holte sich jeder eine Bratwurst. Mein Kleiner sah diese Wurst und assoziierte sie sofort mit einer Seitanwurst, die er über alles liebt. Er sagte das er auch so eine Wurst wolle. Ich überlegte kurz was ich nun tun solle. Dann stand ich auf und kaufte ihm eine Wurst. Beide meiner Kinder aßen davon. Das war das erste Mal das sie Fleisch aßen. Der Kleine verzog das Gesicht und meinte nur, das sie anders schmeckt als die andere Wurst, der Große naschte zwei kleine Stücke und ließ sie dann liegen. Zu zweit aßen sie gerade mal eine halbe Wurst, es schmeckte ihnen einfach nicht so. Das fand ich interessant!

Ich weiß das mich diese Vorgehensweise von anderen strengen Veganern unterscheidet, aber mir ist es so wichtig das meine Kinder diese Entscheidung für sich selbst treffen können und das können sie doch nur, wenn sie Fleisch auch kennen. Ich möchte nicht das sie sich mir zu liebe oder aus einem äußeren Druck und Zwang dazu entschließen. Ich kann mit positiven Beispiel voran gehen und mit meinen Kindern über meine Entscheidung sprechen, ihren Weg sollen sie aber selbst gehen.

Aber ich achte darauf, das es Demeter Fleisch ist. Anderes Fleisch dürfen sie nicht essen!

1 Kommentare

  1. Ein toller Text, der alles Wichtige zusammenfasst! Besonders die Geschichte mit deinen Kindern und der Bratwurst finde ich interessant… Das bestätigt mal wieder, dass alles irgendwie nur mit Gewohnheit zu tun hat 🙂

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