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Refugees welcome ???

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Ich möchte hier mal mein klares Statement zu der aktuellen Flüchtlingskrise abgeben. Ich finde es gerade etwas absurd nur Rezepte zu veröffentlichen, dabei aber die aktuelle politische Lage völlig zu ignorieren. Denn ich sehe das es gerade an sämtlichen Ecken „hochkocht“, Menschen verzweifelt und voller Angst sind, aber viele auch sehr viel Hass in sich tragen, der dann auf Flüchtlinge und bereits hier wohnende Migranten projiziert wird.
Hetze auf Facebook, verdeckte Links zu rechtsradikalen Seiten und Freundschaftsanfragen von Nazis: dies alles erlebe ich derzeit im Internet.
Aus diesem Grund finde ich es sehr wichtig das gerade jetzt ganz viele Menschen eine klare Position einnehmen: für eine gute Integration!

Am Anfang des Flüchtlingsstroms hörte man noch an allen Ecken „Refugees welcome“, doch diese Stimmen werden leiser, was damit zu tun hat das der Flüchtlingsstrom nicht aufhört, die einzelnen  Bundesländer, sowie die EU Staaten deutlich an ihre Belastbarkeitsgrenzen kommen und die Bürger zunehmend verunsichert werden, weil sie nicht wissen wie so viele Menschen integriert werden können. Sie haben Angst das unser Sozialstaat zusammenbricht, das es mehr Gewalt und andere kriminelle Handlungen in Deutschland gibt und ebenso haben sie Angst vor Terroranschlägen wie die in Paris.
All das sollte auch ernst genommen werden, denn es sind reale Ängste vieler Mitmenschen.
Doch ich möchte vorab etwas dazu sagen, bevor ich später noch mal detailiert darauf eingehe: frage Dich immer wie real diese Ängste wirklich sind. Werden kriminelle Handlungen wirklich zunehmen, wenn die Menschen gut integriert werden? Wenn ja, warum sollte dies so sein? Wie real ist es durch einen Terroranschlag getötet zu werden?
Sollte man dann nicht lieber das Auto fahren vermeiden, weil dies wesentlich mehr Todesopfer fordert als jeder Terroranschlag?
Die erhöhten Verunsicherungen und Ängste der Bürger machen sich rechte Parteien wie z.B. die AfD  für ihre Propagenda zu Nutze. Sie freuen sich über jede neue Pressemitteilung, die zu weiterer Verunsicherung führt, denn so steigen die Symphatisanten, Anhänger und zum Schluß auch die Wähler solcher Parteien. Diese einseitige Darstellung der Sachverhalte trägt gewiss auch eine Mitschuld an der steigenden Zahl der Anschläge auf Asylantenheime.
Die weitere Frage, die sich jeder stellen sollte ist, wie eine solche Pressemitteilung entsteht. Wie seriös ist die Quelle? Habe ich meine Meinung z.B. nur aus der BILD- Zeitung oder sitze ich nur vor RTL, darf ich mich nicht wundern wenn meine Wahrnehmung bezüglich Migranten sich da etwas verändert. Selbst seriöse Sender und Zeitungen berichten häufig sehr einseitig. Es ist dann z.B. auf dem Titelblatt der Zeitung zu lesen wenn ein Asylant einen Einbruch begangen hat. Ist der Einbrecher aber ein deutscher Staatsbürger findet man einen kleinen Artikel links oben auf Seite 12.
Auch ist es ist für mich z.B. völlig verständlich das ein syrischer Migrant in einer Unterkunft mit 150 anderen Mitbewohnern auf engstem Raum ohne eigene Kochgelegenheit und Toilette, ohne die Möglichkeit zu arbeiten und somit eigenes Geld zu verdienen auf Dauer völlig aggressiv wird und im alkoholisiertem Zustand dann auch mal gewalttätig wird. Versteht mich bitte nicht falsch: ich möchte hier keine Gewalt rechtfertigen, vielmehr möchte ich dazu bewegen einmal darüber nach zu  denken ob Du in einer solchen Lage nicht auch vielleicht mal aus Frust Alkohol trinken würdest und zu Gewalt neigen würdest?
Können wir uns alle davon frei sprechen???
Ich zumindest nicht! Nicht, wenn ich diese Vergangenheit hätte, die viele solcher  Menschen haben. Nicht wenn ich meine Heimat verlassen hätte, weil ich dort nicht sicher leben konnte und tausende von Kilometern zurückgelegt hätte, evtl. das Mittelmeer noch überquert hätte unter Einsatz meines eigenen Lebens. Vielleicht habe ich meine Familie verloren, habe gesehen wie sie getötet wurde, habe selbst auch Morddrohungen bekommen und musste daher schnell fliehen.
Eigentlich brauche ich nichts anderes wie Zeit und Ruhe, um das Gesehene und Erlebte zu verarbeiten, statt mit 150 anderen Menschen in Containern zu leben. Die meisten Moslems trinken aus religiösen Gründen kein Alkohol, das sollte man noch mit bedenken. Umso stärker muß dann doch wohl das Ausmaß ihrer Verzweiflung sein, wenn sie trotzdem stark alkoholisiert sind.
Ebenso wird fast gar nichts über Menschen berichtet, die sich gut integriert haben, die innerhalb kurzer Zeit gute Sprachkenntnisse erworben haben, völlig friedlich und unauffällig hier leben.
Nein!
Es wird immer über die berichtet, wo eine Integration (noch) nicht geklappt hat.

Somit bin ich gleich bei diesem Punkt Integration.
Was ist Integration?
Ist Integration eine Aufgabe der Politiker? Oder ist sie nicht vielmehr eine Aufgabe von uns allen?
Was tust Du persönlich für eine gute Integration Deiner ausländischen Mitmenschen?
„Ich kann da ja gar nichts machen“ denkst Du?
Denkst Du wirklich???
Dann denkst Du zum Glück falsch!
Jeder Einzelne von uns kann etwas machen und es wäre wünschenswert wenn er etwas machen würde.
Damit meine ich nicht unbedingt ein ehrenamtliches Engagement, welches mehrere Stunden die Wochen in Anspruch nimmt. Ich meine auch nicht das Du einen Großteil Deines Geldes an Flüchtlingsprojekte spenden solltest.
Es ist natürlich großartig wenn es viele gibt, die dies machen. Ich bin sehr dankbar dafür. Aber mir ist bewusst das dies nicht jeder kann.
Nicht jeder hat die Zeit und die finanziellen Mittel um auf solche Art und Weise helfen zu können. Aber es geht ja auch anders, denn Integration fängt in unseren Köpfen statt!
In meinem, in Deinem, und in jedem einzelnen anderem Kopf genauso.
Es ist die Art und Weise wie wir denken. Wie wir über uns selbst und unsere Mitmenschen denken.
Es ist im Kern so unglaublich einfach, aber doch so  wichtig, da es vielen immer noch nicht bewusst ist.
Ich möchte mal ein Beispiel dazu geben, um es etwas zu verdeutlichen: Kennst Du Flüchtlinge, die in Deiner Nachbarschaft leben?
Was denkst Du über sie?
Diese ersten Gedanken sind der Ursprung aller weiteren Handlungen, denn diese Gedanken lösen Gefühle in uns aus.
Und wenn Du zunehmend Wut beim Anblick von Flüchtlingen empfindest, wäre es für alle besser, wenn Du mal genau hinschaust welche Gedanken diese Wut eigentlich auslösen.
Vielleicht schaffst Du es auch mit etwas Abstand diese Gedanken zu überprüfen, denn fast immer ist die Art und Weise wie wir denken abhängig davon in welchem Umfeld wir aufgewachsen sind und auch heute noch leben.
Sind es wirklich Deine eigenen Gedanken oder übernimmst Du vielleicht anerzogene Werte und Vorstellungen Deiner Eltern?
Bist Du wirklich frei in Deinem Denken oder lebst Du in einem Umfeld, welches Dich stark manipuliert?
Ich finde diesen Punkt so super wichtig, denn viele Anschläge auf Asylantenheime oder andere Einrichtungen für Migranten entstehen daraus, weil die eigene Wut, aber auch die eigene Trauer  nicht geklärt worden ist.
Es sind im Kern zwei sehr starke, ursprüngliche Gefühle, die wir alle in uns tragen und wofür wir ganz alleine die Verantwortung tragen, niemand anders!!!
Niemand anders ist dafür verantwortlich, das Du wütend bist und niemand anders ist dafür verantwortlich das Du traurig bist!
Es wird dauerhaft keinen anderen Weg geben, als hinter Deine Wut zu schauen und die Ursache dafür zu suchen und in Dir zu klären.
Manchmal braucht man dafür Hilfe, wenn die Gefühle zu stark sind!
Erst wenn dies geklärt ist kannst Du Menschen neu begegnen.
Dann kannst Du ihnen mit Neugier und Wertschätzung begegnen, statt mit Hass und Verachtung.
Und diese Art der Begegnungen, ist es, was eine gute Integration ausmacht.
Wenn ich auf meine Nachbarn zugehen kann und mit ihnen ohne Vorurteile reden kann, fühlen diese sich schneller als ein Teil unserer Gesellschaft akzeptiert, lernen unsere Sprache schneller sprechen und somit werden sie sich auch wohler fühlen und diese Warmherzigkeit weiter geben.
Ich glaube jeder von uns kennt inzwischen ein Haus, in dem Flüchtlinge eingezogen sind.
Auf den Dörfern gibt es glücklicherweise nicht diese großen Einrichtungen. Dort haben einige Menschen, die ein großes Haus haben ein oder zwei Zimmer an Flüchtlinge vermietet.
Vielleicht kannst Du einfach mal für Dich überprüfen, wie Du über die Flüchtlinge denkst, die in Dein Nachbarhaus gezogen sind?
In dem Moment, wo Du Deine Gedanken veränderst, findet Veränderung im Außen statt. Dann findet Integration im Kleinen statt. Wenn viele Menschen nun ihre Gedanken überprüfen und verändern, findet eine große Veränderung im Außen statt und somit ist eine gute Integration gewährleistet. Dann ist es nachher möglich das eine deutsche und eine syrische Familie zusammen an einem Tisch sitzen können und eine Kürbissuppe zusammen essen können, die Du zubereitet hast.
Glaubst Du nicht? Probier es aus!
Aber was ist mit den ganzen Flüchtlingen, die noch kommen werden, die bereits an den Außengrenzen stehen? Die können wir doch gar nicht alle aufnehmen! Wie soll das denn gehen?
Ein zweiter sehr wichtiger Punkt ist das wir uns mal fragen warum gerade jetzt all die Flüchtlinge kommen. Glaubst Du das sie wegen unserer schönen Landschaft kommen oder weil es hier Sozialleistungen gibt, für die sie nichts machen müssen?
Glaubst Du das wirklich?
Wieder so ein Grundgedanke, der zu nachfolgenden Gefühlen, wie Wut führen könnte, gerade dann wenn Du selbst noch etwas mehr Sozialleistungen gebrauchen könntest, weil Du überhaupt nicht über die Runden kommst!
Warum kommen Sie?
Ist Syrien nicht so ein wunderbares, sonnig, warmes Land mit einer atemberaubenden Landschaft?
Oder ist es nicht vielmehr so das sie kommen, weil das Leben in diesem Land nicht mehr sicher ist?  Weil sie vielleicht zusehen mussten wie Familienmitglieder vor ihren Augen getötet wurden und sie nun große Angst um ihr  Leben und das Leben ihrer Kinder haben?
Und ist es nicht auch so das wir alle wußten das dort seit 5 Jahren ein Bürgerkrieg herrscht, die meisten das aber völlig ignoriert haben? Ist es nicht auch so das wir hier in Deutschland eine megagroße Menge Geld an dem Export von Waffen verdienen? Waffen, die Kriege wie diesen in Syrien unterstützen?
Und was ist mit den afrikanischen Staaten?
Ist es Schuld der Politker das in Teilen Afrikas das Land unbewohnbar geworden ist, weil der Meeresspiegel so stark angestiegen ist.
Können diese Menschen etwas für den Klimawandel, oder ist es nicht vielmehr die „erste Welt“, die diesen verursacht? Sind wir nicht alle Mitbewohner der „ersten Welt“ und somit Mitverursacher des Klimawandels, weil wir täglich fleisig Dinge konsumieren, die über Umwege zu uns kommen und alles andere wie ökologisch produziert worden sind?
Weil wir Fleisch essen?
Weil wir fliegen?
Weil wir lieber Bananen statt heimische Wildäpfel essen?
Weil immer alles neu und „up to date“ sein muß???
Ist es nicht so das wir durch das, was wir täglich kaufen oder auch nicht kaufen einen entscheidenden Einfluss auf das Leben der Menschen in der „dritten Welt“ haben?
WIR alle haben dies über Jahre getan und dabei völlig missachtet das die Dinge, die wir täglich konsumieren einen Kreislauf nach sich ziehen.
„Es kann nur eine dritte Welt geben, wenn es nicht auch eine erste Welt gibt“, d.h. wir beteiligen uns alle an der Ausbeutung afrikanischer Bodenschätze, an der Abholzung des Regenwaldes und vielem mehr.
Wer dies leugnet hat lediglich den Zusammenhang noch nicht verstanden.
Das heißt letztendlich, um wieder die Kurve zum Thema zu kriegen, das WIR ALLE eine Mitschuld tragen. Alle erwachsenen geistig und psychisch gesunden Menschen in unserem Land tragen eine Mitschuld daran das Flüchtlinge an unseren Außengrenzen sitzen und hinein wollen.  Und ich bin der Meinung das wir alle aus diesem Grund allein schon für eine gute Integration sorgen sollten. Das sind wir diesen Menschen schuldig!

 

In diesem Sinne: Refugees welcome!!!

dscf9864

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