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Löwenzahn- unser heimisches Superfood

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Es gibt wenige Pflanzen die so bekannt sind wie der Löwenzahn.
Jeder von uns kennt ihn.
Und in vielen von uns schlummern bei dem Gedanken an ihn schöne Erinnerungen aus Kindheitstagen. Der besondere Moment, an denen die knallig gelbe Blüte in einen weißen, weichen Knäuel übergegangen ist: die Pusteblume!
Unendlich lang konnten wir auf Wiesen stehen und eine Pusteblume nach der anderen pflücken und deren Samen wegpusten, so das sie mit dem Wind davon getragen wurden.
Für viele war Löwenzahn auch bekannt als das Hasenfutter schlechthin. Die Hasen haben sich völlig drauf gestürzt und es war ein super niedlicher Anblick wenn der lange Löwenzahnstängel  zunehmend in deren Mäulchen verschwand. Ich habe als Kind freiwillig tütenweise Löwenzahn für die Hasen gepflückt, nur weil ich mich nicht satt daran sehen konnte wie genüsslich sie ihn auffraßen.
Aber mir wäre doch niemals der Gedanke gekommen das das was die Hasen essen auch gut für mich sein könnte.
Erst Jahre später, als Erwachsene erfuhr ich das man einzelne Blätter davon im Salat essen könne. Das sie einen ähnlichen Geschmack wie Rucola haben und auch das man aus den Blüten einen leckeren Sirup herstellen kann. Auch den Smoothie haben sie aufgepeppt und ihm eine fein-herbe Note gegeben.
Seit letztem Sonntag bin ich nun Kräuterfrau. Ich habe meine Jahresausbildung bei Daniela Wolf in Hamburg gemacht. Angefangen habe ich dort weil ich mehr über unsere Wildkräuter erfahren wollte. Mehr Nährstoffe zu mir nehmen wollte und meine kleinen Wehwehchen damit heilen wollte.
Aber schon nach kurzer Zeit begriff ich das Wildkräuter viel mehr können als uns nur mit Nährstoffen zu versorgen und unsere kleinen Wehwehchen zu heilen. Ich begriff auf einmal das vieles Leid, wiele Erkrankungen nur deshalb entstanden sind weil wir uns zunehmend von der Natur entfernt haben. Das wir zunehmend die Widkräuter, die uns über Jahrtausende hinweg begleitet haben, aus unserem Speiseplan gestrichen haben und gegen synthetische Nahrung erstezt haben. Ich begriff das man nur richtig gesund und glücklich sein kann wenn man es wieder schafft sich mit der Natur zu verbinden und die Heilkräfte der Pflanzen darin zu nutzen.

Unter einer Verbindung mit der Natur verstehe ich das ich mich lange Zeit in der Natur aufhalte: in Wälder gehe, in Naturschutzgebiete. Dort wo die Natur noch etwas ursprünglicher ist. Denn allein der Aufenthalt in der Natur kann schon so entspannend sein, so heilsam. Die Gedanken kommen zur Ruhe, Du wirst Antworten auf Deine Fragen finden, die Dich beschäftigen und kannst viel Lernen durch die Beobachtung von Tieren und Pflanzen. Denn wir sind nicht getrennt von ihnen. Natur, Tier und Mensch bildet ein Ganzes. Und wenn wir das nicht mehr fühlen können, dann können wir den Nährboden für körperliche und psychische Krankheiten bilden.
Es war für mich selbst ein riesen Geschenk das im Laufe meiner Ausbildung zunehmend zu erkennen und erfahren. Zu erkennen das im Grunde genommen alles ganz einfach ist. Das wir gar nicht so viel an Ärzten und Therapeuten brauchen, wie viele von uns immer denken, sondern das die Selbstheilungskräfte in uns selbst sind und aktiviert werden können durch die Natur und die Verwendung deren Pflanzen.
So möchte ich heute  dem Kindheitszauber des Löwenzahns noch eins oben drauf setzen. Denn genauso wie er uns als Kind zum Staunen gebracht hat durch die weißen, flauschigen Fallschirme die der Wind weit hinweg getragen hat, kann er uns heute noch als Erwachsener zum Staunen bringen wenn wir wirklich verstanden haben zu was diese Pflanze in der Lage ist und was sie bewirken kann.
Der Löwenzahn zählt nämlich zu den ganz alten und größten Heilpflanzen. Er ist eine der größten Entgiftungskräuter überhaupt. Er wirkt auf die Leber, Galle, Nieren, Lymphe und den Darm. Somit eignet er sich wunderbar für eine Frühjahrs Detox- Kur.
Denn neben der Entgiftung hilft er Dir auch beim Abnehmen. Zum einen fühlst Du Dich gesättigter, wenn Du den Löwenzahn regelmäßig in Deinen Speiseplan einbaust, da er Dich mit wichtigen Nährstoffen versorgst und somit der erste Grundstein gegen Heißhungerattacken gelegt wurde. Löwenzahn verbessert nämlich die Nährstoffaufnahme für andere Pflanzen. Das heißt wenn Du zukünftig Deine Salate mit ein paar Löwenzahnblätter aufpeppst profitierst Du noch mehr von den Inhaltsstoffen der anderen Pflanzen, die Du in Deinem Salat hast.  Zum anderen enthält er viele Bitterstoffe (schmeckst Du wenn Du ihn isst), die die Lust auf Süßes stoppen. Probiere es mal aus: es hilft wirklich. Esse täglich ca. 10 Blätter Löwenzahn (im Salat, Smoothie oder pur) und Du wirst kaum noch Lust auf etwas Süßes haben.
Viele Menschen haben nämlich Schwierigkeiten auf Zucker zu verzichten. Sie sind regelrecht süchtig danach. Nehmen sich täglich vor heute mal keinen Zucker zu essen und sind dann mega frustriert wenn sie es wieder nicht geschafft haben.
Bitterstoffe, die auch im Löwenzahn enthalten sind sind ein wahres Wundermittel gegen diese Heißhungerattacken auf etwas Süßes. Aber auch die Lust auf andere ungesunde Lebensmittel wird gehemmt.
Auserdem ist er eine der wenigen Pflanzen die Inulin enthalten. Inulin hat eine positive Wirkung auf den Zuckerstoffwechsel und wird somit bei Diabetes interessant. Denn auch wenn Du bereits Diabetes hast kannst Du dies mit Löwenzahn positiv beeinflussen.
Auch wird er Dir bei Deiner Verdauung helfen. Du wirst andere Speisen besser vertragen und wirst auch nicht mehr so stark mit Verdauungsschwierigkeiten jeglicher Art darauf reagieren.
Oben bin ich bereits auf die Entgiftungswirkung eingegangen.
Der Löwenzahn hat, wie erwähnt, die Fähigkeit alle Organe zu entgiften.
Aber jetzt wird es erst richtig interessant: er kann Dich nicht nur körperlich entgiften, sondern auch auf geistiger Ebene.
Früher war er das berühmteste Mittel bei Melancholie und Depressionen, aber heute würde  doch keiner mehr bei einer Depression an Löwenzahn denken, oder?
Daher ist es bei unseren Wildkräutern so wichtig sich nicht nur mit den Inhaltsstoffen auseinanderzusetzen, sondern sich auch mit dem Wesen der Pflanze zu beschäftigen

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Doch beschäftigt man sich mit dem Wesen der Pflanze wird man leider häufig in die esoterische Ecke abgeschoben. Denn für viele ist es Neuland sich damit zu beschäftigen, oder gar den Gedanken zu zu lassen das eine Pflanze überhaupt ein Wesen hat.

Dabei war dies früher noch üblich. Die Menschen wussten es und nutzen es.
Somit wurde dann  den Menschen auf allen Ebenen geholfen ihre Erkrankung zu heilen und die Gesundheit zu erhalten.
Daher ist es falsch die Pflanzen lediglich auf ihre Nährstoffe zu reduzieren. Wir könnten noch viel mehr von ihnen profitieren wenn wir dieses alte Wissen wieder zulassen würden.

So hilft der Löwenzahn dem Menschen wenn er auf die Ereignisse seines Lebens nicht mehr situationsangemessen reagieren kann . Er hilft emotionale Blockaden aufzulösen und gibt dem Menschen die Fähigkeit zurück auf alles, was ihm widerfährt, flexibel und lebendig zu reagieren. Er vertreibt die Bitterkeit von der Seele. Wir alle kennen doch Leute, die sehr erstarrt sind, sich über alles aufregen und sehr verbittert vom Leben sind. Diesen Menschen würde eine Kur mit Löwenzahn auf allen Ebenen helfen.
Bitterstoffe nehmen die Bitterkeit aus der Seele. Dies gilt für alle Bitterstoffe, jedoch der Löwenzahn kann es doppelt und dreifach so gut, da er dabei gleichzeitig eine „frühlingshafte Leichtigkeit“ besitzt. Er öffnet die Gedanken, lässt Neues zu, vertreibt die „Laus von der Leber“ und macht fröhlich.

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Wenn ich jetzt den Löwenzahn erfunden hätte und ihn an Dich verkaufen wollte würde ich Dir eine „Geld zurück Garantie“ anbieten. Ich bin überzeugt davon das er jedem Menschen hilft, der ihn kurmäßig einsetzt.
Eine 4 Wochen Kur mit Löwenzahn.
Hilft er Dir nicht, bekommst Du Dein Geld zurück- garantiert! Ich würde reich damit werden, denn kaum jemand würde den Löwenzahn zurück schicken, da er so wirkungsvoll ist. Das Verrückte jedoch ist das er völlig kostenfrei fast überall herum steht und wir über ihn drüber treten, unsere Hunde darauf pinkeln lassen und ihn als lästiges Unkraut aus unserem Garten entfernen, statt ihn einfach auf zu essen.

Daher möchte ich Dir heute nichts verkaufen, sondern Dich lediglich dazu ermutigen den Löwenzahn mal zwischen 2-4 Wochen als Kur einzusetzen.
Bereits nach 3 Tagen wirst Du Dich körperlich und mental stärker fühlen, und das steigert sich von Tag zu Tag.

Wie kann so eine Kur aussehen?
Du solltest dabei täglich eine Hand voll Löwenzahn in unterschiedlichster Form zu Dir nehmen.
Sehr angenehm vom Geschmack ist es ihn über den Salat zu streuen, über das Brot oder in Aufstrichen zu verarbeiten.

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Eine weitere Möglichkeit ist es zusammen mit anderen Kräutern einen grünen Smoothie daraus zu machen. Dann aber bitte nicht eine ganze Hand voll nehmen, sondern etwas weniger, da er sonst zu bitter wird. Den restlichen Löwenzahn kannst du dann anders verspeisen. Wichtig ist das Du auf eine Hand voll pro Tag kommst.
Auch kannst Du ihn pur als Salat essen. Ein Rezept dafür findest Du hier.

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Eine weitere Möglichkeit ist es auch sich einen Tee davon zuzubereiten. Dafür kannst Du die Wurzel sowie die Blätter verwenden. Einfach frisch ernten und mit kochend heißem Wasser übergießen und ca. 10 Minuten ziehen lassen. Du wirst erstaunt von dem Geschmack sein, da er fast gar nicht bitter ist.
Hast Du zum ernten des Löwenzahnes keine Zeit oder ist Dir das alles zu viel gibt es natürlich auch inzwischen die Möglichkeit Dir Löwenzahnpulver in Rohkostqualität im Bioladen zu kaufen.
Aber glaube mir: frisch geerntet an der richtigen Stelle topt nochmal die Qualität.
Auch kannst Du Dir Löwenzahn Tinkturen kaufen, z.B. „Taraxacum comp. von Ceres“. Diese Tinktur enthält neben Löwenzahn auch noch Auszüge aus der Mariendistel sowie des Schöllkrautes. Du kannst sie in jeder Apotheke bestellen. Die Tinktur macht evtl. Sinn wenn Du z.B. beruflich viel unterwegs bist. Die Tinktur ist ein kleines Fläschen welches in jede Hosentasche passt. So kannst Du sie überall zu Dir nehmen. Davon musst Du dann 1-3x täglich 2-5 Tropfen in Wasser gelöst zu Dir nehmen.

Eine Kur bei bereits bestehendem Diabetes ist die Löwenzahn- Stengel Kur:
am ersten Tag ein Stängel essen, am zweiten Tag 2 Stängel essen, am dritten 3, usw. bis 15 Stängel. Dann wieder Schritt für Schritt runter bis auf einen Stängel. Du brauchst dafür also 30 Tage.

Zu den Bitterstoffen:
Am Anfang einer Kur wird der Geschmack evtl.etwas ungewohnt sein. Je nachdem wie viele Bitterstoffe Du bisher zu Dir genommen hast. Doch je länger Du es machst desto weniger Bitter wird Dir der Geschmack vorkommen. Ich knabbere den Löwenzahn z.B. einfach so von der Wiese weg. Ist am einfachsten und am frischesten.

Sehr wichtig beim Löwenzahn ist es auch WO Du ihn sammelst.
Denn genauso wie er die Fähigkeit besitzt Deinen Körper zu entgiften, besitzt er auch die Fähigkeit das Erdreich zu entgiften. Er wächst dort wo keine andere Pflanze es schafft zu wachsen. Das heißt aber auch im Umkehrschluss wenn Du ihn z.B. auf einem konventionell betriebenen Acker erntest musst Du davon ausgehen das er die Giftstoffe der chemischen Düngemittel in sich trägt. Ebenso verhält es sich auf z.B.stillgelegten Müllkippen.
Werde also misstrauisch wenn an einer Stelle nur Löwenzahn wächst und sonst nichts. Das ist kein gutes Zeichen. Besser ist es ihn dort zu ernten wo noch viele andere Pflanzen stehen, weit ab von Industrie und Straße. Und auch typische Hundepipistellen meiden. Nur so kannst Du eine top Qualität erwarten.

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Wenn Du noch mehr über Wildkräuter und deren Wesen erfahren möchtest lade ich Dich dazu ein mit mir auf eine kleine Kräuterwanderung zu kommen.
Du wirst die Pflanzen mit mehreren Sinnen kennen lernen und auch etwas über deren Wesen erfahren. Dies führt zu einem tieferen Pflanzenverständnis.
Auch gibt es auf jeder Führung einen kleinen, wilden und roh- veganen Kräutersnack.
Aktuell sind Führungen in Lübeck und Weilburg (Bundesland Hessen) geplant.
Schau doch mal hier für mehr Infos. Vielleicht ist ja was für Dich dabei. Würde mich freuen Dich auf einer meiner Kräuterführungen begrüßen zu dürfen.

 

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