Fermentiertes
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Fermentierter Beete-Salat

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Jetzt, wo die Anzahl der täglichen Sonnenstunden deutlich zurück geht und es merklich kälter wird ziehen sich somit auch die Wildkräuter zurück. Es gibt natürlich noch Grün, jedoch hat es nicht mehr die gleiche Kraft wie im Sommer.
In den kalten Monaten gilt es dann wieder auf andere Weise an super gesunde Rohkost heran zu kommen. Selbst getrocknete Wildkräuter sind eine Möglichkeit, das Heranziehen von Sprossen, aber auch das Fermentieren von Gemüse, denn durch den Vorgang des Fermentieren bilden sich wertvolle Milchsäurebakterien, die für eine gesunde Darmflora sehr wichtig sind.
Noch die Generation meiner Oma nutzte das Fermentieren als Konservierungsmethode. Gemüse aus dem Garten was nicht gegessen wurde, wurde milchsauer eingelegt und so für den Winter haltbar gemacht.
Es war eine sehr gebräuchliche Konservierungsmethode, die über jahrtausende hinweg betrieben wurde. Selbst als es noch keinerlei Gefäße gab nutzten die Menschen diese Methode um ihre Kräuter und Gemüse haltbar zu machen, indem sie Kräuter und Gemüse auf einen großen Haufen gaben, den sie ganz fest zusammendrückten, so das der Saft austrat. Der innere Kern dieses „Kräuter- Gemüsehaufens“konnte dann über Wochen hinweg noch gegessen werden. Später gab es dann die Gärgruben.
Und in nahezu allen Kulturkreisen dieser Erde gibt es  für das Land typische fermentierte Speisen und Getränke, wir z.B. Kimchi in Korea, Kombucha und Miso in Japan, Kefir in Russland und Sauerkraut in Deutschland, um nur wenige zu nennen.
Dies macht deutlich wie wichtig diese Milchsäurebakterien für unsere Gesundheit sind und das dies schon unsere Urahnen wußten, ohne jemals ein Gesundheitsbuch in den Händen gehalten zu haben.
Aber dann nach dem Krieg kamen andere Konservierungsmethoden ins Spiel. Gefriertruhen wurden erfunden und nahmen den Menschen somit mühsame Arbeit des raspelns und stampfen von Gemüse ab. Jedoch nahmen sie den Menschen auch ein Teil ihrer Gesundheit ab, denn wir brauchen diese Milchsäurebakterien dringend für unsere Darmgesundheit, damit Bekterien, Parasiten und Pilze weniger Chancen haben Krankheiten zu verursachen. Auch zur inneren Reinigung/ Entgiftung und für eine gute Verdauung sind sie sehr wichtig.
So ging dann auch mit dem Einsatz der Gefriertruhen das wertvolle Wissen um diese Konservierungsmethode verloren und die gesundheitlichen Nachteile nahmen zu.
Heute wissen wieder viele Menschen wie wertvoll dieses Verfahren ist, jedoch fehlt ihnen das Wissen zur Umsetzung. Kaufen kann man fermentiertes Gemüse so gut wie gar nicht. Hin und wieder gibt es Biohöfe die saisonal natürlich fermentiertes Sauerkraut anbieten. Das ist super, denn alles andere was nach „milchsauer“ schmeckt wie konventionelles Sauerkraut oder sauer eingelegte Gurken ist in Wirklichkeit nur pasteurisiert oder in Essig eingelegt und hat nichts gemeinsam mit dem fermentierten Gemüse. Der Joghurt wird uns als so wertvoll angepriesen, weil er im Grunde genommen nichts anderes ist als fermentierte Kuhmilch. Jedoch hat Kuhmilch selbst wieder so viele gesundheitliche Nachteile und für einen Veganer geht das ja sowieso nicht! Also, was nun?
Die gute Nachricht ist: mit etwas Übung kann sich jeder diese wertvollen Lebensmittel selbst machen. Eine leckere Möglichkeit möchte ich Dir hier zeigen.
Ich esse zur Zeit täglich fermentiertes Gemüse. Mir schmeckt das gerade unglaublich gut und daher bekommst Du nun hier einer meiner derzeitigen Favouriten: das Beete- Gemüse.

Für ein Einmachglas benötigst Du:

  • 400g Rote Beete
  • 300g gelbe Beete
  • 1 Zwiebel
  • 2-3 Knoblauchzehen
  • Kreuzkümmel
  • 2-3 Lorbeerblätter
  • 1,5-2 TL Salz (es darf kein jodiertes Salz sein!!!), am besten einfaches Meersalz

Die Beete fein raspeln, die Zwiebel in grobe Stücke schneiden und die Knoblauchzehen halbieren.
Nun die geraspelte Beete in eine große Schüssel geben, Salz hinzu und dann kräftig mit den Händen pressen und kneten, bis der Saft austritt. Fertig geknetet hast Du dann wenn die Beete in eigenem Saft steht. Dies dauert so etwa 5-10 Minuten.
Nun in das Einmachglas schichten indem Du zuerst eine Lage Beete hineingibst und dann mit den Gewürzen verfeinerst sowie ein Lorbeerblatt hinzu gibst. Dies wiederholst Du so lange bis Dein Gemüse aufgebraucht ist. Wichtig ist das Du zum oberen Rand 5 cm  Platz läßt, da rote Beete sehr stark gärt. Das Gemüse muss vollständig mit Flüssigkeit bedeckt sein. Wenn Du nicht genug Flüssigkeit hast kannst Du auch noch etwas Salzwasser hinzu geben (1TL Salz/ 500ml Wasser). Verschließe nun das Einmachglas luftdicht und lasse es eine Woche bei Zimmertemperatur (ca. 20°C) sowie an einem dunklen Ort stehen. Ich habe dafür den Küchenschrank genommen. Wichtig ist bei Rote Beete das Du einen kleinen Teller unter das Einmachglas gibst, da es sein kann das die Beete so stark gärt das sie überläuft.
Nach dieser Woche stelle das Gemüse für mindestens 5 Wochen in den Kühlschrank. Ich weiß! Das ist eine sehr lange Zeit. Aber umso mehr freust Du Dich dann wenn Du das Gemüse nach dieser Zeit öffnen kannst.
Du kannst es beliebig lange fermentieren lassen. Je lämger, desto „saurer“ wird es. Probiere selbst wie es Dir am besten schmeckt. Ich habe es gleich nach den 6 Wochen geöffnet (aber auch nur weil ich nicht abwarten konnte).
Wenn Du einen Teil aus dem Glas heraus genommen hast achte darauf das der Rest wieder gut mit Flüssigkeit bedeckt ist, evtl. wieder etwas Salzlake hinzu geben.
Manchmal wird die oberste Schicht trocken und braun werden. Das macht aber nichts. Nehme sie einfach ab. Darunter ist alles in Ordnung.
So! Jetzt musst Du eigentlich nur noch warten!

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Fermentierte Beete schmeckt sehr gut mit Sprossen, wie z.B. Alfalfa Sprossen.
Du kannst sie aber auch sehr gut unter andere Salate mischen. Egal ob grüner Salat, Möhre- Brokolisalat oder mit Frischkäse auf`s Brot……es schmeckt einfach herrlich und ist so unglaublich einfach und gesund!
Probiere es einfach mal aus!
Wenn Du Fragen zum Fermentieren hast oder es Dir nicht so wirklich gelingen mag- hinterlasse mir einfach einen Kommentar mit Deiner Frage, ich antworte Dir gerne!
Besuch doch auch mal meine Facebook Seite.

5 Kommentare

    • Diana sagt

      Gelbe Beete ist ein heimisches Gemüse, bekommst Du derzeit in vielen Bioläden. Sieht aus wie rote Beete, is halt nur gelb….
      LG Diana

    • Diana sagt

      Aber Du kannst auch nur rote Beete nehmen, wenn Du keine Gelbe findest. Das schmeckt auch sehr gut und macht farblich auch kein Unterschied, da die gelbe Beete sich sowieso beim Fermentieren rot verfärbt….
      LG Diana

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