für Kinder, rohe Süßigkeiten, Schokolade
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Carob-Mandel Häschen

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Ich habe schon viel Schokolade selbst gemacht.
Ich liebe es mit verschiedenen Zutaten zu experimentieren und anschließend gemeinsam mit meinen Jungs das Ergebnis zu probieren.
Ich genieße es auch nach einem langen Spaziergang zu wissen das zu Hause im Kühlschrank noch ein Stück Rohkostschokolade auf mich wartet, die ich dann genüsslich verzehre. Da ich so ein bekennender „Schokoladenjunkie“ bin, war ich letztes Wochenende in einer „Schokoladenschule“, um die Kunst der Schokoladenherstellung zu vertiefen.
Im niedersächsichen Willstedt bei Bremen hat Giesela Bayer ihren letzten Kurs vor ihrem Umzug nach Obernwohle in der Nähe von Lübeck angeboten. Ich war sehr neugierig, da ich bereits viel von ihren zauberhaften Rohkostkreationen gehört und gelesen hatte.
Bei allen Köstlichkeiten, die wir dort selbst herstellten, egal ob Pralinen, weiße und dunkle Schokolade und Trüffel wurde großen Wert auf das Temperieren der Schokolade gesetzt. Denn nur dann bekommt die Schokolade eine optimale, feste Konsistenz, die Zutaten vermischen sich gleichmäßiger und die Schokolade bekommt einen verführerischen Glanz.
Aber es ist, wie gesagt eine kleine Kunst, die wie alles erst mal ein wenig Übung braucht bis das Ergebnis zufriedenstellend ist.
Und so wagte ich mich die Tage mit meinem neu gewonnenem Wissen ans Werk und kreierte meine erste temperierte Schokolade außerhalb des Kurses.
Man erkennt sofort, wenn man nicht richtig temperiert hat. Temperierte Schokolade zieht sich beim Abkühlen etwas zusammen, so das sie von ganz alleine aus den harten Polycarbonatformen heraus fällt, wenn diese umgedreht werden. Im Umkehrschluß bedeudet das natürlich das sie nicht mehr raus geht, wenn irgend etwas beim Temperieren schief gelaufen ist.
Nun ja! Ich hab mich ein wenig wie ein Kind gefühlt als ich die Form voller Neugier aus dem Kühlschrank geholt habe, um zu schauen ob`s geklappt hat.
Als dann die kleinen Schokoladenhäschen eins nach dem anderen auf die Arbeitsplatte fielen, war die kindliche Freude noch größer. Ich war stolz! Wie ein Kind was zum ersten Mal einen Turm aud Bauklötzen gebaut hat ohne das dieser umfällt.

Damit ihr es auch mal ausprobieren könnt verrate ich euch wie ihr auf recht einfache Weise eure eigene, leckere Schokolade herstellen könnt.

Für dieses Rezept benötigt ihr einen Mixer, ein digitales Fieberthermometer, sowie eine Schokoladengießform

Für eine Form benötigt ihr an Zutaten:

  • 125g Kakaobutter
  • 50g Kokosblütenzucker (im Mixer zu Puderzucker verarbeitet)
  • 2 EL Carob
  • 1 EL rohen Kakao
  • 1 EL Mandelmus
  • Mark einer Vanilleschote
  • optional:1/2 TL Maca

Erhitze die Kakaobutter schonend. Ich habe sie in einer Schale eine Stunde vorher in den Dörrer gestellt. Wenn Du diesen auf 42°C einstellst, kannst Du Dir sicher sein, das die Rohkosttemperatur bei der Butter nicht überschritten wird.
Bevor Du die Kakaobutter als erste Zutat in den Mixer gibst, muß dieser vollständig trocken sein. Am besten direkt vorher mit einem Handtuch gut abtrocknen. Die Schokoladenmasse darf sich auf keinen Fall mit Wasser vermischen, da die verschiedenen Zutaten sich sonst nicht so gut verbinden.
Gebe also die Kakaobutter als erste Zutat hinein und dann alle anderen hinzu.
Nun erhitze die Masse im Mixer auf 42°C. Diese Temperatur darf weder unterschritten, noch überschritten werden, da sich ab dieser Temperatur erst die Kristalle in der Butter verschieben, und oberhalb dieser Temperatur keine Rohkostqualität mehr vorhanden ist. Diese Temperatur ist recht schnell erreicht, wenn Du den Mixer auf Höchstgeschwindigkeit laufen läßt. Messe die Temperatur zwischendurch immer wieder mit einem digitalen Fieberthermometer.
Hast Du die 42°C erreicht, gieße die flüssige Masse in eine Metallschüssel und rühre und rühre und rühre……bis Du eine Temperatur von 31,5°C erreicht hast. Wichtig ist das Du ständig rührst und das die Temperatur höchstens 31,5°C hat. Etwas drunter ist ok, aber nach oben sollte kein Spielraum sein.
Ist diese Temperatur erreicht, gieße die flüssige Masse in die Formen und lasse das Ganze im Kühlschrank auskühlen….
…und wie gesagt: Du erkennst beim Umdrehen der Form ob Du richtig temperiert hast.

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Viel Spaß beim Ausprobieren und ein wunderschönes Osterfest wünsche ich Dir!
Hat Dir dieses Rezept gefallen? Hast Du Fragen? Lass es mich wissen! Ich antworte Dir gerne, hier auf meinem Blog!
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