Wildkräuter- Rezepte
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Brennesselpesto

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Hätte die Brennessel keine Brennhaare, so wäre sie schon längst ausgerottet worden, so vielseitig sind ihre Tugenden, schreibt Kräuterpfarrer Künzle.
Zum Glück ist sie nicht ausgerottet, denn sonst könnten wir heute nicht mehr profitiern von dieser absoluten Powerpflanze. Sie strotzt so voller Vitalstoffe das Du Dich bei regelmäßigem Genuss sehr kraftvoll fühlen wirst. Nicht umsonst wird sie auch die „Burn-Out“ Pflanze genannt, weil sie uns in unsere alte Kraft zurückbringt, uns wehrhaft macht, den dynamischen Aufbruch von erstarrten Strukturen in Seele und Körper ermöglicht.
Die beste Erntezeit für die Brennesselblätter ist bis Juni. Doch gerade jetzt beginnen die Brennesselsamen zu reifen. Diese enthalten neben den Vitalstoffen auch viel Eiweis und sind somit für die Sportler unter euch sehr interessant. Zum einen kannst Du sie direkt in der Natur ernten wenn Du Deinen Energieriegel vergessen hast, zum anderen kannst Du sie auch gut sammeln und Dir somit einen Wintervorrat anlegen.
Dafür ist es am Besten die weiblichen Samen zu ernten. Diese erkennst Du daran das sie leicht bräunlich sind uns hängen. Auch sind sie ertragsreicher wie die männlichen Samen. Du kannst sie bis in den späten Herbst ernten. Am besten mit einem Stoffbeutel oder kleinem Karton, den Du direkt unter die Pflanze hältst und die Samen abstreifst.
Für den Wintervorrat kannst Du sie gut trocknen, aber Du kannst sie auch wunderbar frisch essen. Ich zeige Dir hier eine Möglichkeit wie Du sie zusammen mit Brennesselblättern zu einem Pesto verarbeiten kannst. Gut an diesem Pesto ist außerdem das Du nie wieder alte Salatreste weg schmeißen musst. Denn Salatblätter, die schon etwas schlaff herunter hängen und die Du somit nicht mehr im Salat verwenden würdest eignen sich aber hervorragend für dieses Pesto.

Hier die Zutaten für 2 kleine Pestogläser:

  • ca. 100g Brennesselblätter
  • eine Hand voll frische Brennesselsamen
  • ca.100g grünen Salat
  • 100g Walnüsse
  • 2-3 Knoblauchzehen
  • Olivenöl
  • abgeriebene Schale einer halben Bio- Zitrone
  • etwas frisch gepressten Zitronensaft
  • Wildkräutersalz nach Geschmack

 

Salat grob zupfen und zusammen mit den Brennesselblättern- und samen, den Walnüssen und der abgeriebenen Zitronenschale in einen Mixer geben und auf kleinster Stufe ganz kurz mixen, so das es eine noch grobkörnige Masse gibt. Diese in eine Schüssel geben. Knoblauchzehen pressen und zusammen mit etwas Zitronensaft und Wildkräutersalz abschmecken. Zum Schluß das Olivenöl hinzu geben. Das Pesto sollte mit dem Öl bedeckt sein, so bleibt es am längsten haltbar.
Vor dem ersten Genuss das Pesto für ca. 2 Stunden ziehen lassen, dann entfaltet der Knoblauch sein volles Aroma. In Schraubgläsern im Kühlschrank ist das Pesto lange haltbar. Achte darauf das es immer schön mit Olivenöl bedeckt ist.

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Absolut köstlich!!!

Wenn Du wissen möchtest wie Du Dir selbst mit leckeren und vitalstoffreichen Wildkräutern ein Kräutersalz selbst machen kannst, welches ich auch in diesem Rezept verwendet habe, dann kannst Du hier schauen.
Viel Spaß und lass es Dir schmecken!

 

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