Fermentiertes, Frühstück, für Kinder
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Blutorangenquark

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Irgendwie muss man sich ständig etwas Neues einfallen lassen wenn man die eigenen Kinder gesund und mit möglichst viel Rohkost ernähren möchte. Es ist an manchen Tagen zum Verzweifeln weil trotz Absprachen im Kindergarten dann doch auf einem Fest Industriezucker gegessen wurde.
Das Fatale am Industriezucker ist ja, das es den Geschmack für das Gesunde verdirbt.Er ist halt echt ne Droge. Dies wird leider allzu oft verniedlicht mit: „Ach! So ein Stückchen wird ja wohl nicht so schlimm sein.“ Doch! Ist es im Grunde genommen schon. Gerade für die Kinder, die sonst zu Hause keinen Industriezucker bekommen. Denn diese Kinder reagieren besonders stark auf das „Nervengift Zucker“. Sie werden z.B. häufig aggressiv, hyperaktiv, quengelig, sehr müde und kraftlos. Jedoch können sie mit diesen Gefühlen nicht so gut umgehen, weil sie es nicht gewohnt sind. Es ist ja bekannt das raffinierter Zucker den Blutzuckerspiegel kurzfristig stark anhebt, dann aber wieder sehr stark abfällt, d.h. es ist kurzfristig zu viel Energie da, die dann durch Hyperaktivität oder Aggressivität zum Ausdruck gebracht wird, dann fällt der Blutzuckerspiegel sehr schnell wieder ab, so das sich das Kind müde fühlt und sehr quengelig sein kann. Dies passiert nach einmaligem Zuckerkonsum! Vielleicht hast Du als Erwachsener auch mal die Erfahrung gemacht was Raffinadezucker mit Deinem Körper und Deinen Nerven macht. Ist gar nicht so witzig!
Nach nur wenigen Genüssen, die ja ach nicht so schlimm sind, schmeckt dann die selbstgemachte Rohkostschokolade nicht mehr süß genug und bei jedem Einkauf wird dann ein neuer Versuch gestartet vielleicht doch den Kuhmilch-Joghurt mit Geschmacks-und Konservierungsstoffen zu bekommen. Industriezucker entzieht dem Körper nämlich so viele Vitamine, insbesondere die B- Vitamine, das der Körper gar nicht anders kann wie Heißhungerattacken auf alles Mögliche zu entwickeln, denn er will ja schließlich seine Vitamine wieder bekommen. Aber er entwickelt dann keinen Heißhunger auf Spinat, Grünkohl, Brocoli, ect…(das wäre toll!!!), sondern auf möglichst ungesunde Nahrung. Das kennen wir alle noch, oder? Wir Erwachsene werden dann müde, kraftlos und depressiv, den Kindern geht es im Grunde genommen genauso, nur können sie es noch nicht so im Worte fassen. Sie quengeln und wälzen sich auf dem Boden herum, weil sie müde sind, oder sie reagieren mit Hyperaktivität. Ich kann nur immer wieder mit dem Kopf schütteln das dieser einfache Zusammenhang von vielen immer noch nicht begriffen wird und so das schlechteste Mittagsessen in Kindergärten und Schulen ausgegeben wird. Da, wo es am Nötigsten ist.
Ich steuere seitdem meine beiden Jungs auf der Welt sind dagegen. Suche mir einen Kindergarten aus, wo das Essen in Ordnung ist oder wo selbst mit gegeben wird (find ich am besten!). Für Kindergeburtstage (wo andere Kinder Süßigkeiten mit in den Kindergarten bringen) gibt es eine Schatzkiste mit „gesunden“ Süßigkeiten. Und auch in der Schule meines Großens gibt es glücklicherweise keinen Mittagstisch, sondern ich gebe ihm etwas mit. Aber wie gesagt passiert es trotzdem hin und wieder mal das Industriezucker und Auszugsmehl gegessen wird. Und dann leidet die ganze Familie mit: das Kind, weil es nicht weiß wie es mit dieser Energie umgehen soll und die Erwachsenen, weil es recht nervenzehrend ist dieses Verhalten zu begleiten.

Ich möchte Dir heute ein Rezept vorstellen, wo Dein Blutzuckerspiegel oder der Deines Kindes gewiss einigermaßen im Gleichgewicht bleibt. Der roh-vegane Quark ist ein leckeres Frühstück und eignet sich ebenfalls hervorragend zum Mitnehmen in Schule und Kindergarten. Er stillt auf angenehme Weiße das natürliche Verlangen nach Süßem (nach der Geschmacksrichtung süß, nicht nach Zucker!). Probier es aus, los geht`s!

Für dieses Rezept benötigst Du einen Mixer!

Zutaten für 2 kleine Schalen:

  • 100g Cashewnüsse
  • 2 Blutorangen
  • 2 TL Agavendicksaft
  • 1/2 Tl Joghurtferment (gibt`s im Bioladen)

Die Cashewnüsse ca. 4-6 Stunden vorher in Wasser einweichen.
Anschließend die Nüsse und die geschälten und in grobe Stücke geschnittenen Blutorangen im Mixer auf höchster Stufe cremig mixen. Zum Schluß das Ferment hinzu und nochmals kurz durchmixen.
In eine Schüssel füllen und zugedeckt bei Zimmertemperatur ca. 8-10 Stunden fermentieren lassen. Das geht gut über Nacht, wenn Du den Quark zum Frühstück genießen möchtest.
Nach dieser Zeit mit dem Agavendicksaft abschmecken, fertig!
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Wenn Dir dieses Rezept gefallen hat würde ich mich sehr über einen Kommentar hier auf meinen Blog freuen. Auch kannst Du mir gerne Fragen zum Thema Rohkost oder Ernährung allgemein stellen. Hast Du Fragen zu meinen Berichten? Schreib mir einfach! Ich beantworte jede Frage.
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2 Kommentare

  1. Wie gut ich das nachvollziehen kann, das Andere kein Verständnis zeigen, obwohl man erkennt, das es gravierend sein kann, wenn etwas nicht eingehalten wird. Bei mir geht es zwar nicht um das Thema, sondern in einem anderen Bereich. Ich verzweifle daran auch oft, aber es bringt ja nichts. Man muss trotzdem an sich glauben und dran bleiben und sich nicht unter kriegen lassen. Die meisten werden es eh nicht annehmen, es sei denn sie kommen auch auf den Weg dahin und lernen aus der Not wenn sie krank werden.

    • Viele erkennen den Zusammenhang leider dann auch noch nicht wenn sie krank sind. Aber das kann man, wie Du so schön sagst nicht ändern. Wichtig ist einfach was wir unseren Kindern beibringen über diese Welt. Und da gehört für mich ganz klar das Thema gesunde Ernährung genauso hin wie Nachhaltigkeit, Tierschutz und natürlich Nächstenliebe.
      LG Diana

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