Kuchen und Torten
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Apfelkuchen

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Meine Jungs und ich haben uns letzte Woche einen Bauernhof bei uns in der Nähe angeschaut, der solidarische Landwirtschaft (solawi) betreibt.
Ich bin begeistert von dem Konzept, da die Mitgliedshöfe darurch marktunabhängig sind und für den Verbraucher hat es den Vorteil das er ein Mitbestimmungsrecht hat, was z.B. auf dem Acker angebaut werden soll.
So machten wir uns also auf den Weg zu dem Hof um uns das Ganze vor Ort an zu schauen.
Der Weg dorthin war schon sehr urig. Kleine, geschwungene Sträßchen, die mal durch einen Wald führten, mal durch hügelige Landschaften und zwischendrin kleine verschlafene Dörfer machten schon mal gute Stimmung und weckten die Neugier und Vorfreude auf den Hof.
Als wir auf dem Demeter Hof ankamen hatte ich das Gefühl die Zeit wäre um 150 Jahre zurückgedreht worden. Dort standen zwei Ackergäule, die geduldig darauf warteten endlich zum Einsatz zu kommen.
Die Aussat und Ernte wird auf diesem Hof nämlich noch mit Zugpferden gemacht, da es für den Acker natürlich wesentlich schonender ist wie der Einsatz eines Traktors. Der Besitzer erklärte mir das es auch nichts mit Tierquälerei zu tun habe, da ein achtsamer Umgang mit dem Tier oberste Priorität hat. Dies bedeudet wenn das Tier Ermüdungserscheinungen zeigt, das es dann eine Pause macht oder die Arbeit für den Tag beendet wird, je nachdem. Und mit Zugpferden ist es wie mit Schlittenhunden: sie müssen sich bewegen und sich anstrengen. Alles andere wäre nicht artgerecht.
So erfuhr ich viel über die Anbauweise und die Ernte. Unter anderem ist es auch üblich das man als Verbraucher sein Gemüse selbst ernten darf. Und da mich die ganze Zeit ein rießen großer Apfelbaum und ein Zwetschenbaum „anlachten“ fragte ich ob ich mir ein paar Äpfel abpflücken durfte.
Ja! Ich durfte mir so viel nehmen wie ich gebrauchen konnte.
Und da meine Jungs Äpfel lieben füllten wir den zuvor ausgeleerten Schulranzen von Noah mit den süßen Äpfeln. Das heißt ich füllte den Ranzen während meine Jungs unter`m Baum saßen und den ersten, selbst gepflückten Apfel schon mal probierten.
Die Zwetschen ließen sich schwierig ernten, da sie so klein waren und so weit oben hingen. Aber die wenigen, die wir bekamen aßen wir gleich auf, da sie so unglaublich herrlich und süß schmeckten.
Inspiriert von dem Hof und den Möglichkeiten, die es dort gibt fuhren wir wieder mit einem  Ranzen voller süßen, saftigen Bio Äpfeln nach Hause (frischer und biologischer ging`s nicht).
Noch unterwegs auf der Heimfahrt hatte ich die Idee einen Apfelkuchen daraus zu machen, denn zum Herbst gehört auch irgendwie ein guter Apfelkuchen, oder?

Und so machte ich mich dieses Wochenende ans Werk und experimentierte.
Herausgekommen ist ein fabelhaft, fruchtig schmeckender, leichter Apfelkuchen, den ich Dir natürlich nicht vorenthalten möchte.

Hier also das Rezept für eine kleine Springform (Durchmesser 16cm)

  • 100g frisch gekeimten Buchweizen
  • 8-10 Datteln, je nach Geschmack (nicht eingeweicht)
  • 6 EL Mandelmehl
  • 1,5 EL Kakao
  • 150g Cashewkerne
  • 5 EL Kokosöl
  • 4 große Äpfel
  • Saft einer halben Zitrone
  • 1 MS Vanille
  • evtl. 1-2 TL Agavendicksaft (wenn die Äpfel nicht so süß sind)
  • Zimt und Kokosblütenzucker zum bestreuen

Den Buchweizen weiche ca. 2 Stunden in kaltem Wasser ein. Wasser abgießen und den Buchweizen in ein Sprossenglas-oder turm geben. Nun lasse ihn ca. 2 Tage keimen, dabei 2x täglich mit kaltem Wasser spülen. Der Buchweizen ist gut wenn die Keimlinge ungefähr die Länge des Korns haben.
Zum Mandelmehl: ich nehme das Mehl aus meiner Mandelmilchherstellung, also den anfallenden Trester. Den habe ich getrocknet und die Klumpen im Mixer fein gemahlen. So bekommst Du ein ganz feines, sehr leichtes Mehl, was den Boden des Kuchens herrlich leicht macht. Wenn Du aber keine Mandelmilch selbst machst und somit auch keinen anfallenden Trester hast kannst Du Mandelmehl auch fertig kaufen. Da ich dieses aber noch nicht getestet habe kann ich nicht sagen ob es genauso leicht ist wie selbst gemachtes. Ich mache mir das Mehl natürlich nicht extra für den Kuchen sondern ich habe es meistens vorrätig zu Hause, je nachdem wie viel Mandelmilch ich im Vorfeld gemacht habe.

Die Cashewkerne weiche ebenfalls ca. 2 Stunden vor der Zubereitung in Wasser ein, damit sie schön weich werden und sich somit besser verarbeiten lassen.

Das Kokosöl erwärme schonend unter 42°C (wenn Du ein Rohkostöl gewählt hast). Am besten geht das im Dörrer, dort kannst Du die Tempereatur ziemlich gut einstellen. Es geht aber auch im Wasserbad mit warmen Wasser. Nehme dazu eine etwas größere Schüsse, fülle sie mit warmen Wasser und stelle darin eine kleinere Schüssel oder Schale mit dem Kokosöl. Warte bis es vollständig geschmolzen ist.

Mache jetzt aus dem Buchweizen, den Datteln und Mandelmehl, sowie dem Kakao den Teig. Gebe die Zutaten in einen Mixer und mixe es auf kleinster Stufe, so das es noch recht grobkörnig ist, aber schön klebrig wenn Du es zwischen den Fingern zusammen drückst.
Streue die Springform mit etwas Kokosblütenzucker aus oder reibe sie mit Kokosöl ein, damit der Teig nicht am Boden hängen bleibt.
Nun drücke den Teig mit den Händen gleichmäßig dick in die Form.

Für die Creme nehme die eingeweichten Cashewnüsse (ohne Wasser), 2 Äpfel, Vanille und evtl etwas Agavendicksaft und mixe die Masse auf höchster Geschwindigkeit, bis eine feine Creme entstanden ist. Zum Schluß gebe das Kokosöl hinzu und mixe alles nochmals kurz durch.
Diese Creme gibst Du nun auf den Boden und streichst ihn mit einem Messer schön gleichmäßig glatt.

Nun schäle die anderen 2 Äpfel, entkerne diese und schneide feine Stiftchen daraus.
Diese streust Du kreuz und quer auf den Kuchen.
Nun den Kuchen mit dem Zitronensaft beträufeln und für 2 Stunden in den Kühlschrank geben, damit er schön fest wird.
Nach dieser Zeit kannst Du ihn gut aus der Form lösen.
Bevor Du ihn servierst kannst Du Dir noch eine Mischung aus Zimt und Kokosblütenzucker machen und kannst diesen über die Apfelstiftchen streuen.
Sieht gut aus und schmeckt einfach köstlich!

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Wenn es draußen grau ist und regnet, so wie im Moment, dann ist es besonders gemütlich drin zu sein, sich eine Kerze an zu zünden, ein wärmendes Getränk zu trinken und ein schönes Stück Kuchen zu essen.
Ich liebe es!

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2 Kommentare

  1. Sylke Vegan sagt

    hab den Kuchen soeben gemacht, ging easy und fix 🙂
    Creme schmeckt superlecker, mit dem Rest im Mixer und 250 ml Wasser plus 1 TL Kakaopulver noch einen leckeren Drink gemixt 😉
    warte nun, das die 2 Std. um sind…
    BTW: kann mich nicht für den Newsletter eintragen, zeigt mir immer Fehlfunktion an… 🙁

    • Diana sagt

      Das hört sich gut an. Ich mache mir auch immer aus dem Rest einen leckeren Kakao.
      Deine Email-Adresse ist aber bei mir eingegangen, habe sie soeben bestätigt. Jetzt müßtest Du eigentlich meine Newsletter bekommen. Geb mir doch einfach noch mal Bescheid wenn Du sie nicht bekommst…
      Viel Spaß mit Deinem Kuchen und LG Diana

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