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5 Gründe warum Du Wildkräuter kennen und essen solltest

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Wenn Du von Anfang an bei meiner Wildkräuterserie dabei warst hast Du inzwischen schon einige Widkräuter kennen gelernt.
Wenn Du nicht dabei warst liste ich Dir hier noch mal die bisher behandelten Wildkräuter auf und verlinke sie zu dem jeweiligem Artikel, damit Du Dich noch informieren kannst, wenn Du möchtest.
Das waren:

Scharbockskraut
Knoblauchsrauke
Giersch
Gundermann
Weißer Gänsefuß
Gänsefingerkraut

Aber warum ist es denn nun so wichtig ein Grundwissen über unsere Wildkräuter zu haben und diese regelmäßig zu essen?

Ich möchte Dir hier 5 Gründe dafür nennen:

  1. Das erste was fast jedem dazu einfällt warum man Wildkräuter essen sollte ist unsere Gesundheit und das ist völlig richtig.
    Kein kultiviertes Gemüse, auch nicht aus biologisch-dynamischen Anbau verfügt über solch eine Fülle an Nährwerten. Auch verfügen Wildpflanzen über ein gutes Aminosäurenprofil, d.h. selbst Eiweiß ist in Wildpflanzen enthalten, was viele Leute gar nicht glauben mögen, da sie mit Eiweiß immer noch tierische Produkte oder Hülsenfrüchte verbinden. Aber das allerwichtigste, was in Wildpflanzen enthalten ist ist das Chlorophyll, der grüne Pflanzenfarbstoff.
    Dieser ist die ursprünglichste, wichtigste und am meisten gesundheitsfördernde Komponente in unserer Nahrung.
    Wenn Du täglich Wildpflanzen isst fühlst Du Dich fitter, Dein Normalgewicht pendelt sich wieder ein und wird gehalten und Du hast den besten Schutz gegen Krankheiten, von der harmlosen Erkältungskrankheit bis hin zu schweren chronischen Erkrankungen, auch psychische Erkrankungen.
  2. Heilung bereits bestehender Krankheiten:
    Ja! Du hast richtig gehört!
    Unter den Wildpflanzen gibt es nämlich auch sehr, sehr viele Heilpflanzen, die Dich nicht nur vor Erkrankungen schützen, sondern sie können auch Krankheitsverläufe mildern oder gar heilen.
    In sämtlichen Kulturen dieser Welt, auch in unserer wussten Kräuterfrauen und Medizinmänner stets die richtige Heilpflanze einzusetzen.
    Leider ist dieses Wissen vielerorts verloren gegangen und der moderne Mensch von heute vertraut lieber der Schulmedizin wie der Natur.
    Als ich selbst Wildkräuter in meinen Speiseplan mit integriert habe verschwanden die Symptome meiner Fructoseintoleranz sowie meines Reizdarmes. Auch Stimmungsschwankungen (worunter Frauen leider häufiger zu leiden haben wie Männder), permanente Müdigkeit und Konzentrationsschwierigkeiten verschwanden völlig.
    Durch den Einsatz von Wildkräutern fühle ich mich körperlich und psychisch viel belastbarer und empfinde viel mehr Lebensfreude!
  3. Alles kostenlos!!!
    Wie viel Geld geben wir für Produkte aus von denen wir glauben sie seien gut für uns, sie steigern unser Wohlbefinden oder heilen unsere Erkrankungen.
    Ich finde es immer wieder erstaunlich wenn ich in der Apotheke ein homöopathisches Mittel für meine Kinder holen muss, wie lang die Schlangen von Menschen dort sind. Viele fragen nach Erkältungsmittel, egal ob Sommer oder Winter. Den Preis für die Medikamente tragen sie selbst und hinterfragen diesen auch nicht. Ist ja was für ihre Gesundheit. Und so ist man nach einem Apothekenbesuch ruck zuck 20€ los.
    Doch wer sich mit Alternativ- Heilverfahren beschäftigt weiß das die meisten dieser Mittel lediglich symptomorientiert sind (schulmedizinische) und die Ursachen außer Acht gelassen werden.
    Der Grundstein für fast alle Erkrankungen ist ein geschwächtes Immunsystem, welches nicht durch pharmazeutische Mittel gestärkt wird, sondern ganz im Gegenteil: es wird weiterhin geschwächt!
    Auch benötigst Du keinerlei Nahrungsergänzungsmittel und keine Superfoods. Sie sind wahnsinnig teuer und völlig unnötig wenn Du regelmäßig Wildkräuter isst.
    Bei vielen kommt eine ganze Menge Geld im Monat zusammen, die sie für Medikamente, Therapien, Nahrungsergänzungsmittel, Superfoods und andere Dinge zur Gesunderhaltung ausgeben. Dieses Geld kannst Du Dir sparen, indem Du einfach Dein Wissen über die Wildkräuter vertiefst und dieses anwendest.
  4. Die letzten beiden Gründe, die ich Dir nennen möchte haben mit den Auswirkungen unseres Sammelns zu tun.
    Wenn Du Wildkräuter sammelst musst Du hinaus in die Natur. Die schönsten Sammelplätze sind dort wo die Natur noch unberührt ist und auch kein konventioneller Bauer sein Feld in der Nähe hat. Das heißt Du wirst quasi gezwungen Dir Zeit zu nehmen in die Natur zu gehen oder Dir einen Garten an zu legen, in dem Du eine Fläche wild wachsen lässt.
    Der tägliche Gang in die Natur empfinden viele zu Anfang vielleicht etwas zeitraubend, aber wenn Du Dich auf einen Prozess mit Dir selbst einlässt kann das Sammeln selbst zu einem großartigem Erlebnis werden, welches Dich mental stärkt. Ich empfinde Wildkräuter sammeln inzwischen wie eine Art Meditation. Ich gehe raus in die Natur um zu „entschleunigen„, ein Begriff der in unserer heutigen, hektischen Zeit immer präsenter wird.
    Ich habe durch das Sammeln den Zugang zur Natur wieder gefunden, eine tiefe Sehnsucht, die in uns allen steckt und von der sich leider keiner von uns frei reden kann. Doch das größte Naturerlebnis was leider ganz viele von uns haben ist ein Kaffekränzchen im eigenen Garten. Dann fahren sie einmal im Jahr in Abenteuerurlaub, um sich zu spüren und kommen mehr oder weniger frustriert zurück, weil es nicht so wirklich befriedigend war. Die Sehnsuch nach dieser Lebendigkeit, die in uns allen steckt kannst Du stillen, indem Du einfach raus gehst. Raus in die Felder und Wälder. Und wenn Du eine schöne Wiese mit Wildkräutern gefunden hast, mache doch einfach mal folgenden Versuch: stelle Deine Schuhe am Wiesenrand ab und laufe Barfuß durch die Wiese, sammel einen kleinen Korb voll Wildkräuter und esse diese schon zwischendurch. Nehme bewusst wahr welche Pflanzen wachsen und was Du für Geräusche hörst. Und wenn Du plötzlich den Impuls verspürst eine Yoga-oder Gymnastikübung zu machen, dann mache sie einfach und sehe was passiert.
    Glaube mir: wenn Du dies öfters machst lässt Deine unbefriedigte Sehnsucht nach Lebendigkeit nach und Du spürst einen tiefen, inneren Frieden in Dir.
  5. Der letzte Punkt hat auch mit dem Prozess des Sammeln zu tun. Ich nenne den Punkt einmal Artenvielfalt.
    Wenn Du Dich mit den Wildkräutern in Deiner Umgebung auseinandersetzt und auf der Suche nach bestimmten Kräutern bist wird Dir vielleicht auffallen das die Artenvielfalt an den allermeisten Orten in unserem Land nicht mehr vorhanden ist. Stattdessen wirst Du Wiesen und Felder treffen, an denen höchstens wenige Wildkräuter zu finden sind. Das hat mit der konventionellen Landwirtschaft und deren Auswirkungen auf unser heimisches Ökosystem zu tun. Bevor ich noch keine Wildkräuter gesammelt habe war mir nicht bewustt in welchem schlechten Zustand unsere Natur ist. Habe ich eine grüne Wise gesehen dachte ich die Natur ist doch in  Ordnung und konnte Umweltschützer häufig gar nicht so recht nachvollziehen und dachte daher sie übertreiben. Doch je mehr ich über die Natur weiß, desto mehr sehe ich wie ganze Pflanzenarten von der „Bildfläche“ verschwinden und unsere Natur nur noch ein angelegter Garten ist, in dem „Betreten verboten“ ist.
    Aber was hast Du mit Deinen Wildkräutern jetzt damit zu tun?
    Glaub mir! Wenn Du den Punkt 4 erfahren hast, d.h.wenn Du solch einen Frieden in der Natur gefunden hast, dann möchtest Du diese schützen. Dieser Wunsch kommt dann ganz automatisch. Du möchtest gerne an mehreren Orten Deine Kräuter und schöne Erfahrungen sammeln können und Du wirst Dir bestimmt die Frage stellen wie man Artenvielfalt in der Natur fördern kann. Denn die gute Nachricht ist: es geht. Naturschützer sind in der Regel Menschen, die ihren Frieden in der Natur gefunden haben und sich mit deren Pflanzen und Tieren auskennen.
    Seitdem ich dies begriffen habe, habe ich Workshops zum Thema Naturschutz besucht und versuche viele Dinge um zu setzen. Je mehr Menschen dies tun, desto vielfältiger kann unsere Natur auch wieder werden.
    Mach auch Du mit! Der Natur und ihrer Artenvielfalt zu Liebe!!!

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Rohcoast ist auch auf Facebook zu finden.
Schau doch mal vorbei. Dort findest Du Inspirationen und Informationen zum Thema Rohkost, Wildkräuter und nachhaltiges Leben.

8 Kommentare

  1. Thomas Fretz sagt

    Hallo,
    eine wundervolle Seite ! Leider funktionieren die Links nicht…
    Wenn man oben eins der sechs Kräuter anclickt, öffnet eine Seite „…upps, nicht gefunden..“

    Sehr schade für eine ansonsten liebevoll gemachte Webseite.

    • Diana sagt

      Lieber Thomas,
      danke für Dein Feedback. Ich habe den Bericht nun überarbeitet, so das jetzt jeder Link wieder funktioniert.
      Viel Spaß beim Durchstöbern und liebe Grüße
      Diana

  2. HANNE sagt

    Dem kann ich zu 100 Prozent zustimmen. Ich sinke immer tiefer in die Welt der Wildkraüter ein. Ich bin so unbeschreiblich glücklich in der Natur und dem Wissen, das dies alles mir kostenlos zur Verfügung steht. Und es zieht wirklich immer weitere Kreise

  3. Tanja sagt

    Ja, ich finde dieses Wissen über Heilkräuter auch faszinierend, jede Kräuterwanderung oder Ähnliches ist eine wahre Freunde. Deine Seite finde ich auch ganz besonders, man kann die Liebe zur Natur regelrecht fühlen. Daumen hoch 👍

  4. Monika sagt

    Ich sage mal einfach DANKE! und teile gerne eine Beibachtung: seit ich meinen Garten habe (das 7te Jahr) hab ich ihn nur gemulcht – d.h. den Grünschnitt beim Mähen liegen gelassen. Es gab viele Kräuter, die mal da waren und nach ein oaar Jahren nicht mehr…heuer habe ich eine derartige Vielfalt an unterschiedlichen Ktäutern, dass uch immer wieder sprachlos, dankbar und glücklich staunen durch den Garten wandere ♡ Ich erkenne einige als nutzbare Wildkräuter, von denen ich mir den Namen nich nicht gemerkt habe – andere kenne dank der Wild Kräuter Seite schon sicher und esse sue auch recht fleißig! Langer Rede kurzer Sinn: ich möchte alle ermutigen, die due Möglichkeit haben, ein Stückchen Erde zu bestellen – löst euch vim Bild des „englischen Rasen“ und vieler Kukturpflanzen und schenkt der Natur ein bisschen Freiheit, sich selbst zu leben und freut euch auf den Genuss der Vielfalt, die sie euch dann schenkt 🙂 ♡

    • Diana sagt

      Liebe Monika,
      danke für Dein Feedback und das Du Deine Erfahrungen teilst. Es lohnt sich wirklich dabei zu bleiben…..
      LG Diana

  5. Monika sagt

    Sirry für die Tippfehler – ich hab am Handy geschtieben und da passieren sie mir leider immer wieder 😉

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