Monate: Oktober 2016

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Kastanien als Reinigungs und Körperpflegemittel- mein Experiment!

Vor einigen Monaten habe ich zum ersten Mal mit Waschnüssen gewaschen. Die gibt es in fast jedem Bioladen. Umweltschonend sollen sie sein, weil sie unser Grundwasser nicht belasten. Stimmt! Durch den Waschvorgang wird das Grundwasser tatsächlich nicht belastet, denn Waschnüsse haben einen absolut natürlichen Ursprung. Was mich allerdings gestört hat war die Tatsache das diese Waschnüsse aus Indien kamen. Welch ein weiter Transportweg! Die Nüsse waren in einem schönen, ökologischen Leinensack. Als ich diesen jedoch zu Hause öffnete sah ich das sie nochmals in einen Plastikbeutel eingepackt waren. Indische Nüsse im Plastikbeutel zum waschen. Wie nachhaltig ist das denn? Begeistert war ich keineswegs davon. Schon öfters habe ich gehört das man unsere heimischen Kastanien genauso nutzen könne wie die indischen Waschnüsse, denn auch sie enthalten Saponine. Es war nur keine Kastanienzeit, als ich davon erfuhr, so das ich warten musste. Bis jetzt!!!! Und so startete ich vor ein paar Tagen voller Neugier mein Kastanien-Wasch und Pflege Experiment. Ich habe sie für sämtliche Reinigungsarbeiten eingesetzt, wie z.B. Wäsche waschen, im Geschirrspüler als Tabsersatz, als Geschirr- Handspülmittel, …

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Fermentierter Beete-Salat

Jetzt, wo die Anzahl der täglichen Sonnenstunden deutlich zurück geht und es merklich kälter wird ziehen sich somit auch die Wildkräuter zurück. Es gibt natürlich noch Grün, jedoch hat es nicht mehr die gleiche Kraft wie im Sommer. In den kalten Monaten gilt es dann wieder auf andere Weise an super gesunde Rohkost heran zu kommen. Selbst getrocknete Wildkräuter sind eine Möglichkeit, das Heranziehen von Sprossen, aber auch das Fermentieren von Gemüse, denn durch den Vorgang des Fermentieren bilden sich wertvolle Milchsäurebakterien, die für eine gesunde Darmflora sehr wichtig sind. Noch die Generation meiner Oma nutzte das Fermentieren als Konservierungsmethode. Gemüse aus dem Garten was nicht gegessen wurde, wurde milchsauer eingelegt und so für den Winter haltbar gemacht. Es war eine sehr gebräuchliche Konservierungsmethode, die über jahrtausende hinweg betrieben wurde. Selbst als es noch keinerlei Gefäße gab nutzten die Menschen diese Methode um ihre Kräuter und Gemüse haltbar zu machen, indem sie Kräuter und Gemüse auf einen großen Haufen gaben, den sie ganz fest zusammendrückten, so das der Saft austrat. Der innere Kern dieses „Kräuter- …

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Geldfreier leben: warum es uns alle angeht /Interview mit Living-Utopia

Heute schreibe ich mal wieder über ein ganz anderes Thema als Rohkost. Ein Thema was mir persönlich sehr am Herzen liegt und gleichzeitig auch ein Thema welches uns alle angeht. Es geht um Nachhaltigkeit und Ressourcenverschwendung, um Menschlichkeit und Menschenrechte, um unseren Selbstwert und unsere Selbstverwirklichung. Und was all das mit Geld zu tun hat, das könnt ihr im Folgenden lesen. Die einen freuen sich wenn sie viel Geld haben, aber es gibt auch immer mehr Menschen, die Geld bewusst ablehnen und ein geldfreies Leben führen- mitten in Deutschland. Zwei davon durfte ich kennen lernen und habe ein Interview mit ihnen für euch zusammengestellt. Aber ich fang erst mal ganz von vorne an, wie es dazu kam und warum das Ganze mich nicht mehr los lässt. Es fing diesen Sommer mit meinem Besuch im Ökodorf Sieben Linden in der Altmark an. Dort habe ich zusammen mit meinen Jungs an dem Sommercamp teil genommen, d.h. eine Woche zelten und tagsüber interressante Workshops für die Erwachsenen und Waldpädagogik für die Kinder. So konnten sich alle entspannen und …

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Apfelkuchen

Meine Jungs und ich haben uns letzte Woche einen Bauernhof bei uns in der Nähe angeschaut, der solidarische Landwirtschaft (solawi) betreibt. Ich bin begeistert von dem Konzept, da die Mitgliedshöfe darurch marktunabhängig sind und für den Verbraucher hat es den Vorteil das er ein Mitbestimmungsrecht hat, was z.B. auf dem Acker angebaut werden soll. So machten wir uns also auf den Weg zu dem Hof um uns das Ganze vor Ort an zu schauen. Der Weg dorthin war schon sehr urig. Kleine, geschwungene Sträßchen, die mal durch einen Wald führten, mal durch hügelige Landschaften und zwischendrin kleine verschlafene Dörfer machten schon mal gute Stimmung und weckten die Neugier und Vorfreude auf den Hof. Als wir auf dem Demeter Hof ankamen hatte ich das Gefühl die Zeit wäre um 150 Jahre zurückgedreht worden. Dort standen zwei Ackergäule, die geduldig darauf warteten endlich zum Einsatz zu kommen. Die Aussat und Ernte wird auf diesem Hof nämlich noch mit Zugpferden gemacht, da es für den Acker natürlich wesentlich schonender ist wie der Einsatz eines Traktors. Der Besitzer erklärte …

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Erntedank- Bowl

Seitdem ich Rohköstler bin habe ich einen anderen Bezug zu den Lebensmitteln bekommen. Frische Lebensmittel wie Obst und Gemüse kaufe ich ausschließlich in biologischer Qualität, auch versuche ich sehr häufig regionale Lebensmittel zu bekommen. Seitdem sind mir die Jahresrhytmen viel bewusster. Ich weiß genau wann welches Obst und Gemüse geerntet wird und freue mich immer schon auf den jeweiligen kommenden Monat. Auch mein eigener kleiner Kräutergarten trägt seinen Beitrag dazu bei das ich das Essen bewusster zu mir nehme. Es macht einen Unterschied ob man etwas gesät, gepflegt und dann geerntet hat oder ob man es einfach nur gekauft hat. Ebenso die Wildkräuter, die ich liebe und regelmäßig sammel haben mir gezeigt wie wunderbar die Natur ist und das alles für uns wächst. Man muß es nur ernten! Und dafür bin ich dankbar! Ich spüre eine unendliche Dankbarkeit über dieses wunderbare Geschenk der Natur, denn ich weiß das nicht jeder dieses Glück hat. Es gibt Länder auf diesem Planeten, die von starker Dürre betroffen sind oder deren Landflächen dazu genutzt werden Getreide und Soja für …